Japan Reise 26.06.2010

7:oo Uhr es klingelt der Wecker im Handy und noch ganz verschlafen stellten wir fest, es regnet und regnet. Hoffnung stirbt ja zuletzt und wir müssten 3 Std. mit dem Zug inkl. 3x umsteigen nach Saga fahren. In der Zeit könnte sich ja noch das Wetter bessern. Während der Zugfahrten goss es in Strömen und auch als wir angekommen waren regnete es immer noch. Der Teebauer und sein Sohn haben uns schon erwartet. Als erstes wurde uns ein kleines onzen, das die Größe eines kleinen Teiches hatte, in dem man seine Füße wärmen kann. Anschließend ging es auf den ca. 50 km  von Saga entfernten Teegarten.

 

Die Familie stellt seit mehreren Jahren Feld für Feld auf Bio-Anbau um was mit vielen Schwierigkeiten und hohen Anstrengungen verbunden ist. Ca. 4 ha stehen für den Teeanbau zur Verfügung. Die Felder liegen wunderschön in der hügeligen Landschaft die durch ihr üppiges Grün trotz dunkler Regenwolken eine Stimmung verbreitete, wo man gar nicht mehr weg wollte. Auch Buddha hatte Erbarmen mit uns, denn immer wenn wir aus dem Auto gestiegen sind, hörte es auf zu Regnen, wir waren anscheinend bisher sehr brav.

In der Teefabrik durften wir  die neue
Ernte von dem Tamaryokucha Gold
probieren, auf den wir in  Deutschland schon
warten und der in ca. 4 Wochen bei uns eintreffen wird. Ich war wieder ganz hin und weg von, dem tiefen grünen  Geschmack und der weichen samtigen Note auf der Zunge. 
Tamayokucha (Jade) (grüner Tee).

Diesem Namen wird er mehr als gerecht. Hier haben wir auch erfahren, was ihn so besonders macht: Bei der Verarbeitung wird der letzte Rollvorgang weggelassen, deshalb ist  das Blatt auch nicht so nadelig und der samtweiche Charakter kommt von der Mischung der Teeblätter, 80 % Saemidori- und 20 % Yabukita- Pflanze und vereint so die Süße und die tiefe dieser beiden Teebüsche. Dadurch dass er ein Fuka Tee ist, (länger bedampft) hat er auch nur eine ganz geringe Bitterkeit.

Eine ganz neue Erfahrung durften wir geschmacklich mit einem Japanischen Schwarztee sammeln.
Verwendet wird die Kanayamidori Pflanze, Kanaya steht für den Ursprungsort der Pflanze, der sehr selten Produziert wird und in Deutschland so gut wie nicht erhältlich ist.
In der Tasse hat er einen charakteristischen feinen Schwarztee-Geruch der an einen kräftigen Ceylontee erinnert, farblich ähnelt er einem Kenia Tee,  Geschmacklich ist er kräftig mit einer leicht herben Tasse. Eine echte Bereicherung für unseren Anspruch Ihnen Teespezialitäten aus aller Welt anbieten zu können. Wir sind dran und hoffen diesen Tee bald bei uns anbieten zu können.

Die Zeit vergeht wieder wie im Fluge und wir haben ja noch 3 Std. Rückfahrt vor uns.
Wir stiegen in den Zug und sofort öffneten sich wieder die Himmelsschleußen, die jetzt durch unseren Aufenthalt sehr gut gefüllt waren. Danke !


Ihre Reisenden
Werner Merten und Markus Pichl

 
 
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