Nach 13 Stunden Flug landen wir um pünklich um 5:35 Uhr in Istanbul. Meine Erwartung ist, dass so früh nichts los ist auf dem Flughafen.
Da dachte ich vollkommen falsch, hier gibt es kein Nachtflugverbot... Rund um die Uhr starten und landen die Maschinen und so bin ich ganz geplättet, als ich seh was auf dem Flughafen los ist, eine Menge ist da los....


Ich muss jetzt nur die Zeit überbrücken bis 8 Uhr, denn ich habe im Internet gelesen, dass man wenn man mehr als 6 Stunden Aufenthalt hat zwischen zwei Internationalen Flügen, man eine kostenlose Stadtrundfahrt machen kann.
Also muss ich mich erst mal durchfragen, denn der Treffpunkt ist Outside also nach der Passkontrolle, die ich ja als Transitpassagier nicht hätte. So muss ich irgendwie wieder nach unten kommen zur Ankunft um aus den Flughafen raus zu kommen. Ich hab mir auch alles ausgrdruckt (zum Glück) wo ich hin muss.
Trotzdem geht es ohne Fragen nicht, denn vom Abflugbereich wieder zurück zu dem Ankunftsbereich, dieser Weg ist nicht so einfach zu finden. Ich hab aber eine sehr nette Mitarbeiterin von Türkisch Airlines gefunden, die mit mir mitgegangen ist zu einem Aufzug der mich wieder in den Ankunftsbereich bringt. Also wer dies mal nachmachen möchte, es gibt eigenlich nur einen Aufzug der nach Unten in den Ankunftsbereich führt.
Von dort aus geht es durch die Passkontrolle, vorbei an den Gepäck-Rollbändern hinaus durch den Ausgang und dort muss man dann ganz nach rechts zu dem Hoteldesk von Türkisch Airline.
Hab nach 2 mal Fragen auch diesen Hoteldesk gefunden. Am Schalter war allerdings eine nicht sehr motivierte Bodenpersonal Dame, der ich meinen Zettel zeigte mit der Citytour und die daraufhin mein weiterflug Ticket entgegennahm ohne Kommentar, etwas in Ihrem Computer eintippte und meinte ich solle mich da vorne hinsetzen, ich werde dann ausgerufen.... Mein Ticket hat sie behalten..... Ok dachte ich mir, wartest halt da..... Im Internet steht man muss bis 8:30 Uhr dort sein und die Tour startet um 9 Uhr.... kurz vor 9 Uhr kam die eher genervt wirkende Mitarbeiterin raus, hatte mehrere Ticket und DIN A 4 Seiten bei sich und rief jetzt die  einzelnen Namen auf, auch mich... Wir sollten ihr dann folgen nach draußen zu einem Minibus.... wir stiegen ein..... und der Minibus fuhr los..... Komisch dachte ich mir, kein Reiseleiter, keine Ansage, na ja etwas merkwürdig.
Im Internet stand auch was von Frühstück, deshalb wunderte ich mich nicht als wir nach ca. 1 Stunde fahrt (Stau und nochmal Stau und Chaos auf der Straße) zu einem Hotel kamen.  Alle stiegen aus, gingen rein und dann war meine Überraschung groß.... Ein Hotelmitarbeiter verteilte Zimmerschlüssel und sagte wann der einzelne wieder zum Flughafen zurückfährt.
Also da ist was vollkommen schiefgelaufen, wollte ja kein Hotelzimmer für ein paar Stunden sonder eine Stadtrundfahrt. Ich hab auch dem Mitarbeit vom Hotel erklährt daß da bei mir was falsch gelaufen ist, der meinte aber er kann da auch nichts machen, ich bekomm jetzt ein Zimmer (kostenlos) und um 17 Uhr bringt mich ein Shuttle Bus zurück zum Flughafen. Super.... das Hotel lag im nirgendwo zwischen zwei Autobahnen, kein Türkisches Geld, keine Ahnung wie ich von dort in die Stadt komme, also hab ich dann halt das Zimmer genommen.
Zumindest hab konnte ich eine Dusche nehmen und etwas ausruhen.... aber leider war es nicht die Stadttour die ich wollte.... Weil diese unmotivierte Mitarbeiterin am Flughafen Mist gebaut hat.... Hatte ihr sogar den ausgedruckten Zettel von der Stadtrundfahrt gezeigt.... Also ein ganz wichtiger Tip.... sollten Sie das machen wollen, vergewissern Sie sich dass die Mitarbeiter auch registriert haben, dass Sie kein Hotelzimmer für Stunden wollen sondern eine Stadtrundfahrt.....
Immerhin war das Zimmer im 12 Stock und ich hatte eine gute Aussicht.... lach

Auf der Rückfahrt vom Hotel zum Flughafen habe ich dann doch noch eine kleine Stadtrundfahrt bekommen, denn der Fahrer ist ganz verschlungene Wege gefahren aber am Anfang nicht
Richtung Flughafen. Irgendwann hielt er am Straßenrand wo eine Frau stand und ihm eine Plastiktüte mit Einkäufen gab und anschließend gings noch zum Obsthändler wo er kurz ausstieg
und Einkaufte. Dann gings aber wirklich zum Flughafen, aber so hab ich dann doch noch ein bisschen gesehen.

Zurück am Flughafen gabs gleich eine schlechte Nachricht, unser Flug hat erst mal 4 Std. verspätung, planmäßig wäre um 20:30 Uhr gewesen, jetzt steht auf der Anzeige 0:30 Uhr.
Das wars aber leider nicht, wirklich geflogen sind wir dann um 1:40 Uhr.
Und jetzt beginnt der Nepal-Trip

Gute Nacht liebe Teefreunde Ihr Werner Merten

 

Nach meinen großen Flug von Osaka nach Istanbul, konnte ich auf dem fast 6 Std. verspäteten Flug nach Kathmandu wenigstens etwas schlafen.
um ca. 11 Uhr sind wir dann gut in Kathmandu gelandet.

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Wenn man von Japan kommt ist das hier schon ein kleiner Kulturschock. Nepal gehört heute noch zu den ärmsten Ländern der Welt, das Jahres Pro Kopf Einkommen lag 2011 bei 1000 USD wobei hier die Gelder mit eingerechnet sind die von den im Ausland arbeitenden Nepalesen nach Hause geschickt wird. Ca. die Hälfte der Nepalesen lebt von etwas mehr als 1 USD pro Tag.
Nepal bekommt von vielen Ländern Unterstützung, die Entwicklungshilfe beläuft sich auf mehrere hundert Millionen Dollar. Bis zu 80 % finanziert die Auslandshilfe die Investitionsausgaben der Regierung und ist etwa ein Viertel des Staatshaushalts.
Es ist hier also alles ganz anders und dass merkt man natürlich auch gleich am Flughafen. Etwas 500.000 Touristen kommen im Jahr nach Kathmandu und ca. 1 Million gesamt nach Nepal was nicht wirklich viel ist. Es sind auch viele Abenteurer die im Himalaya zum Bergsteigen gehen. So sind also auch die Ankommenden am Flughafen bunt gewürfelt, von ein paar normal Touristen, Trekking Tourengeher und wir.....

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Wir werden von einem Tourist Guide abgeholt der uns auf Nepalesischer Gastfreundschaft eine Blumenkette umhängt und uns herzlich Willkommen heist.
Auf dem Weg zum Auto fallen wir viele Jeeps auf in die Trekking Touristen wie in eine Sardinenbüchse gestopft werden und das Gepäck nur noch auf dem Dach Platz findet.
Dafür hat man Abendteuer gebucht, das dann gleich am Flughafen beginnt.

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Wir haben es da komfortabler auf der Fahrt ins Hotel.
Einchecken, kurz frisch machen, 30 min müssen reichen denn dann geht gleich mit unserem Guide auf Tour durch Kathmandu.
Habs grad geschafft noch zu duschen und so steh ich dann pünktlich abfahrtbereit und voller Neugierde in der Lobby.
Auf der Fahrt durch die Stadt komme ich gar nicht mehr nach mit Fotografieren, die vielen Eindrücke erschlagen einen fast.
Kathmandu liegt 1300m hoch und Stadt kommt mit Ihren Vorstadtregionen auf 6 Millionen Menschen. Es ist beeindruckend aber für machen Europäer auch etwas erschreckend sein, wenn man diese Einfachheit sieht. Es ist eine 1000 jahre alte Stadt die früher Kantipur hieß und teilweise wie ein Molloch wirkt. Enge, Menschenmassen, Chaotischer Verkehr, Schmutz, Häuser bei denen man denkt, kurz anlehnen und die Fallen um, dazwischen immer wieder ganz schmucke hergerichtete Häuser die in bunten Farben läuchten.
So einfach alles ist, so schmutzig vieles ist, die Stadt zieht einen doch in seinen Bann. Für uns Europäer ist es exotisch schön könnte man sagen.
Aber Bilder sagen mehr als Worte deshalb lassen Sie einfach die Bilder auf sich wirken.

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Eine Tempelbesichtung gehört natürlich zu so einer Tour zwingend dazu und so kommen wir zum Hariti Tempel, Swayambhunath, Pratapur, der auf einem kleinen Berg am Rand der Stadt liegt.
Wer jetzt meint man würde hier lauter westliche Touristen treffen der irrt. Natürlich sind hier diese Touristen aber der Tempel ist ganz in der Hand der Nepali, dafür ist die Religion viel zu sehr verwurzelt im Volk.
Von diesem Hügel aus beobachten die alles sehenden Augen des Buddhas vom Swayambhunath-Stupa (weisser Stupa mit den großen Augen oben) der im Zentrum der Anlage steht.
Der Fotoapparat klickt und klickt..... Man ist wie in eine andere Welt eingetaucht,

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Damit wir nicht von Tempel zu Tempel fahren, bitten wir unseren Guide uns zu den normalen Menschen zu bringen, denn Tempel haben wir auf unseren Reisen schon so viele gesehen.
Natürlich sind alle sehenswert aber wir möchten mehr eintauchen in die Bevölkerung und uns ein Bild von der Stadt und den Menschen machen.
So fahren wir ganz in den Süden von Kathmandu über die große Ringstraße Richtung Margargau in einen Vorort.
Dort tauchen wir jetzt ein in eine Welt die uns zwar fremd ist aber so fasziniert was auch der Grund ist warum ich solche Reisen unternehme um nicht nur die Teegärten zu sehen sondern auch etwas von den Lebensumständen, der Kultur und allem was ein Land ausmacht mitzunehmen. So bekommt man ein viel besseres Verständnis für die Menschen und kann die Lebensumstände auf den Teegärten besser einschätzen. Es liegt aber auch an unseren Gastgebern die uns Ihre Kultur mit Stolz zeigen wollen.
So kommen Sie jetzt mit auf eine kleine Tour durch Straßen und Gassen, zufällig stattfindene Feste...... Ich lasse wieder Bilder Sprechen.

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Am Abend treffen wir dann unsere Gastgeber, Herrn Bachan Gyawali und seinen Bruder Lochan Gyawali, die Inhaber des Teegarten -Jun Chiaybari- den sie vor 15 Jahren
aus dem Nichts erschaffen haben und sich von Anfang an für Bio Anbau entschieden haben. Weiter möchten sie nur Qualitätstees produzieren und keine Massentees.
Ich dachte schon ich hätte das am Bodensitzen in Japan hinter mir, doch wie in vielen Teilen Asiens ist es auch in Nepal traditionell üblich am Boden zu sitzen.
Man gewöhnt sich ja an so viel, daran aber irgendwie nicht, aber das essen war sehr, sehr gut und völlig authentisch Nepali

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Nach unserem Abendessen gings dann nur noch ins Hotel und ab ins Bett. Jetzt ist es Samstag Abend und meine letzte Nacht in einem Bett war von Mittwoch auf Donnerstag.
Gute Nacht und nichts wie ab ins Bett, morgen geht es in der Früh wieder mit dem Flugzeug in den Osten von Nepal.
Ihr Werner Merten,

 

Um 6:30 Uhr klingelt mein Handy-Wecker, ich hab sooo gut geschlafen. Es scheint die Sonne und hier in Kathmandu hat es trotz der Höhe am Tag so um die 28-30 Grad.
Frühstück gibt es diesmal im Hotel am Frühstücksbuffet, da ist auch für mich etwas dabei.
Herr Bachan Gyawali von dem Teegarten Jun Chiabari holt uns um kurz nach 8 Uhr im Hotel ab und fährt mit uns zum Flughafen.
Der Domestic (Nationaler) Flughafen ist ganz klein und einfach, sehr simpel gestaltet, aber umso spannender für mich.
Wir fliegen mit Buddha Air nach Biratnagar, ca. 1 Stunde Flugzeit nach Südosten.

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Die Sicherheitskontrolle ist alles andere als genau. So lax wurde ich noch nie Kontrolliert.
Es gibt nur 2 Gates und unser Flug hat etwas Verspätung, statt um 10 Uhr geht es ca. 1 Std. später los, das ist aber ganz normal hier sagt man uns. So bleibt Zeit die Atmosphäre mit dem Fotoapparat einzufangen.

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International und Domestic sind hier fast nebeneinander. Mit dem Bus geht es über das Vorfeld zu unserem Flugzeug eine Propeller Maschine ATR-72

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Unsere Plätze sind extra auf der linken Seite, damit haben wir einen super Ausblick auf die Himalaya Kette und wir hängen auch die ganze Zeit am Fenster.
Wenn man bei uns über die Alpen fliegt schaut man nach unten, hier sind die Berge auf gleicher Höhe zum Flugzeug.

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Der Flughafen von Biratnagar ist sehr klein.

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Das Gepäck wird in den Ankunftsraum geschoben.

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Hier gibt es kein Gepäckband, die Koffer werden wie an einem Schalter ausgegeben.
Da herrscht enges Gedränge und man muss schauen dass man nach vorne kommt.
Koffer gibt es gegen den Aufkleber auf dem Ticket, damit keiner mit einem anderen Koffer weggeht.

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Jetzt liegt eine 4 stündige Fahrt vor uns, die uns eintauchen lässt in eine tolle Landschaft wobei es erstmal lange ganz flach ist, bis die Berge losgehen und es nach oben geht.

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Bevor es in die Berge geht, liegt eine lange flache Ebene vor uns, die Straße ist fast schnurgerade und links und rechts ist nur Industrie mit dazwischen stehen Wohnhütten und Häuser die manchmal ganz verrückt und bunt angemalt sind. Was aber leider extrem auffällt ist der ganze Schmutz  und Unrat auf den Straßen, vor den Häusern und vor allem in den Bächen.... Ich kenn das ja von Indien aber hier ist noch extremer. Plastikmüll ohne Ende. Biratnagar erstreckt sich längs der Straße und im Reiseführer steht: Nur schnell durch, hier gibt es nichts interessantes.


Dazwischen kommen dann langgestreckte Wälder und Grünflächen unterbrochen von Siedlungen die mal Dörflich oder wie eine kleine Stadt wirken.

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Mein Navi zeigt an, jetzt geht es in die Berge steil hinauf, die Ebene die wir verlassen ist nur ein paar hundert Meter hoch, wir werden jetzt über Pässe um die 2000 m fahren.

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Man nimmt hier so viele Eindrücke auf, da lass ich wieder lieber Bilder sprechen.
Im Fernsehen hab ich sowas ja schon mal gesehen, diese kleinen Orte auf den Pässen oben, aber es mal mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben ist dann schon wieder ein Highlight. Über diese Passstraßen führt der Weg zum 8580 Meter hohen Kanchanjunga hoch.

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In einem kleinen Stand machen wir auf einem Paß eine Teepause. Hier bekomm ich dann auch meinen ersten Chai-Milch-Tee mit Gewürzen... Lecker..... kann ich da nur sagen. Nicht scharf aber würzig und gesüßt.

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Wir kommen immer weiter ins Gebirge, es geht rauf auf Passtraßen dann wieder runter in Täler. Die fantastische Kulisse zieht uns in ihren Bann.

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Nach 4 Stunden sind wir dann auch am Manager Bungalow von Jun Chianbari angekommen. Wir werden die nächsten zwei Nächte hier bleiben und die Produktion miterleben können.

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Der Manager von Jun Chiyabari „Morris Orchard“ der uns begrüßt ist seit 2008 hier und war vorher auf den Plantagen Ambootia und Selimbong, auch einige Zeit in Assam und Terrai tätig. Er kommt aus einer richtigen Teeplanzer Familie.

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Die Plantage wurde 2001 gegründet und gehört den Brüdern Lochan und Bachan Gyawali, die u.a. auch eine Reiseagentur besitzen über die auch unsere Reise organisiert wurde.
Die ersten Teepflanzen kamen aus der Region Ilam. Seit 2011 ist sie Bio Zertifiziert, wobei aber von Anfang an Bio-Anbau betrieben wurde. Seit der Zertifizierung werden keine Teeplanzen mehr eingekauft sondern aus eigenen Beständen vermehrt. Die Teegärten liegen zwischen 1600m und 2100m Höhe, das ist meist höher als in Darjeeling, da dort die Gärten an den steilen Hängen liegen und oft auf 600m abfallen.
96 ha Fläche steht zur Verfügung wobei derzeit ca. 80ha mit Teebüschen bepflanzt sind.
z.Zt. können ca. 225 kg fertiger Tee pro ha erzielt werden, da die Pflanzen noch sehr jung sind, wird als Ziel ein Ertrag von 360kg pro ha angestrebt.. 2014 wurden gesamt ca. 18.000 kg fertiger Tee produziert  und als Ziel 30.000 kg angegeben.
Davon entfallen ca. 50 % auf Broken und Fannings Tees.

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Wir stellen unsere Koffer schnell auf die Gästezimmer im Manager Bungalow und schon beginnt eine Besichtigungstour der Teefabrik die gleich daneben ist. Bereits auf diesem kurzen Wegstück haben wir eine einmalige Aussicht.

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Als Willkommen bekommen wir wie hier üblich einen Schal umgelegt und eine traditionelle Mütze.

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Es ist später Nachmittag und da kommen die Pflückerinnen vom Teegarten und bringen Ihr gepflücktes Blattgut in die Fabrik, wo es gewogen wird und dann in die Welktröge verteilt wird.

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Wichtig ist hier natürlich eine gleichmäßige Verteilung damit die Teeblätter gleichmäßig welken können während sie von unten mit warmer Luft durchströmt, aber man hat extra sehr kleinmaschige Netze ausgelegt, damit die Teeblätter von der Frühjahrsernte, die empfindlicher sind, vor zu starken Luftstrom geschützt sind.

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Die Teeblätter liegen so über Nacht und welken, sie verlieren hier schon einiges an Feuchtigkeit.

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Es ist jetzt schon spät geworden und so geht es zurück in den Manager Bungalow wo unter Abendessen wartet. Es gibt typische Nepalesische Speisen, würzig aber nicht zu scharf.

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Wir haben natürlich wie immer viele viele Fragen, wir sitzen also noch bis spät in die Nacht auf der Terrasse und reden und reden.

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Gute Nacht Ihr Teefreak Werner Merten

 

Um 5:30 Uhr läuter der Wecker vom Handy, heute ist wieder früh aufstehen angesagt, aber wie sind das ja inzwischen schon gewohnt. Wir müssen um 6:00 Uhr in der Teefabrik sein um die Produktion mitverfolgen zu können.

Um diese Zeit geht auch gerade die Sonne auf, eine Wahnsinns Stimmung.

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Bevor wir rüber gehen in die Fabrik bekommen wir aber noch unser Tässchen Tee serviert, es ist zwar noch etwas frisch aber im gelben Licht der aufgehenden Sonne wird gleich angenehm lau.

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In der Fabrik sind alle schon voll am arbeiten. Die ersten Teeblätter wurden schon aus den Welktrögen genommen und über eine Klappe nach unten in den Roller geschüttet.

Hier oben im 1 Stock säubern und legen die Arbeiterinnen die Netzbahnen zusammen.

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Die Plantage beschäftigt im Moment 150 feste Mitarbeiter plus 50 Saisonarbeiter

Einstiegsgehalt liegt beim Mindestlohn Nepals und der beträgt 240 RN ca. 2,20 € pro Tag.

Das hört sich für uns erstmal sehr wenig an, aber in dieser Region ist es schon ein Glück eine Arbeit zu bekommen und es ist mehr als das Durchschnittseinkommen.

Die Menschen leben rund um die Teegärten und leben in Familienverbänden in Ihren eigenen Häusern.

Manch einer wird sich jetzt denken das ist doch viel zu wenig. Aber aus welcher Sichtweise, aus unserer ? Sind wir den bereit viel mehr für den Tee am Ende zu bezahlen ? Und man muss bedenken, desto höher die Qualitäten sind die auf einer Plantage produziert werden, desto mehr Geld ist da und desto besser kann es den Mitarbeitern gehen. Billig- und Massenware bringt den Menschen sicher nicht mehr Wohlstand.

Doch zurück zu unserem Tee.

Von oben fallen die Teeblätter direkt in die Rollmaschine, wo ein Arbeiter aufpasst dass auch alles gut verteilt im Roller ankommt.

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Hier fällt mir auch schon die erste Besonderheit oder Unterschied zu bisherigen Rollmaschinen auf. Die Teeblätter werden auf einer glatten Oberfläche gerollt, bei anderen sind Rippen auf der Oberfläche. Dafür dauert aber im Durchschnitt der Rollvorgang länger.

Natürlich ist die Länge des Rollens immer vom Blatt selbst, seiner Struktur, der Feuchtigkeit und vom gewünschten Endprodukt abhängig. Es variiert deshalb immer. In die Rollmaschine werden ca. 80 kg grünes Blatt von 30 Min. bis zu 2 Stunden gerollt. Es wird auch mit wenig Druck gerollt, deshalb haben die Tees von hier auch eine ganz eigene Form und sind sehr groß gegenüber anderen Anbaugebieten.

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Nach dem Rollen wird unten die Klappe aufgedreht, die Blätter fallen in einen Wagen und werden zu den Fermentationsregalen gebracht. Zuvor überprüft aber der Manager nochmal ob das Blatt fertig gerollt ist, wenn er sein Ok gibt, geht’s zur Fermentation

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Bei den Fermentations Regalen warten schon die nächsten und verteilen die Teeblätter jetzt auf einer vorgegeben Höhe in den Regalen. Der Fermentation Vorgang beginnt aber nicht erst jetzt. In dem Roller wurden die Zellwände aufgebrochen und bereits da setzt die Fermentation ein.

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Nach ca. 15-20 Minuten ist es aber auch schon beendet die Fermentation, es wird im Moment First-Flush produziert und dieser ist oft nur 25 % fermentiert. Ist aber ein Schwarzer Tee das Oolong oder Grüntee eine ganz andere Produktion durchlaufen.

Der fermentierte Tee kommt jetzt in den großen Trockner, der zu 30 % mit Kohle und zu 70% mit Holz befeuert wird. Die Einstiegs Themperatur beträgt 235 – 260°C und am Ende bevor die Teeblätter wieder rauskommen bei 80-90°C . Das ganze dauert zwischen 22-40 Minuten. Die Restfeuchte der Teeblätter beträgt jetzt nur noch um die 3 %.

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Wir dürfen inzwischen schon etwas von diesem frischen Tee probieren. Er hat schon seinen Charakter aber um vollends die Qualität zu haben, muss er noch sortiert werden und vor allem kleine Teile raussortiert, da er sonst zur Bitterkeit neigt.

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Der fertig getrocknete Tee wird in einem großen Nebenraum auf einen Haufen geschüttet.

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Nachdem der Tee in Rüttelsieben in Größen sortiert wurden, ist jetzt hier noch richtig Handarbeit angesagt. Viele Frauen sitzen im Raum am Boden und sortieren den Tee nochmal von Hand nach. So etwas wird natürlich nur bei hohen Qualitäten gemacht, den Unterschied schmeckt man aber.

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Wir machen uns jetzt ans probieren. Denn wir wollen ja Tees von der neuen Ernte einkaufen. Und so probieren wir eine Runde nach der anderen.

Wir haben natürlich auch etwas gefunden.

Demnächst bekommen wir einen Winterflush der im November/Dezember geerntet wurde. Einen Himalaya Jade green Oolong Type mit ca. 30 % Fermentation und was wir entdeckten und mit die ersten sind die so etwas von Jun Chiabari einkaufen werden,

Einen Grünen Tee der auf Japanische Kamairicha Methode produziert wurde und Geschmacklich eine Mischung ist zwischen China und Japan Grüntee, Spannend.

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Nach dem Mittagessen geht’s ab in die Teegärten. Wir fahren mit dem Auto zu einzelnen Parzellen und treffen dort auch auf Pflückerinnen. Die folgenden Bilder sollen Ihnen zeigen wie schön die Teegärten liegen.

Ich bin ein Süchtiger, glauben Sie mir ich habe unzählige Fotos von Pflückerinnen, Teegärten, Teeplanzen.... usw.... aber wehe ich komme auf so ein Teefeld.... dann ist es um mich geschehen und ich vergesse alles um mich herum und stürze mich bewaffnet mit Kamera in die Büsche und erlege einer Faszination die mich wirklich süchtig gemacht hat.

Schlimm – Schön....lach ….und ab ins Teefeld.

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Auf unseren Rückweg kommen wir über den Pass-Ort „Hile“ von hier aus starten viele Sherpas mit Land Rover's zu dem 8586m hohen Kanchanjungha. Hier ist auch eine Werkstatt für Land Rover's, wohin man blickt lauter Land Rover, sind eben die besten Autos für solche Touren im Himalaya. Lassen Sie sich wieder wie ich verzaubern von dem Ort und seinen Menschen.

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Wir kehren zurück zum Manager Bungalow und haben noch etwas Zeit bis zum Abendessen. Hier haben wir zwar keine Internetverbindung aber ich muss ja trotzdem meine Reiseberichte schreiben, Fotos auswählen aus den 100 ja inzwischen so um die 300-500 Fotos pro Tag.... Ja, Ja ich bin eben ein Teefreak aber auch die Kultur fasziniert mich. Denn irgendwo spiegelt der Tee ja auch die Kultur der Menschen wieder.

So hab ich dann wenigstens ein paar Stunden zur Verfügung. Ich bin eh schon hinten nach und kann die Berichte nur Verspätet hochladen.

Eigentlich brauch ich so täglich 3-6 Std. für die Blog Arbeit die ich aber meist nicht habe. So zieht es sich oft bis Mitternacht, bis ein Tag fertig geschrieben ist.

Hier oben fällt dann auch noch immer wieder der Strom aus und wenn ich wieder vergessen habe, vor lauter Eifer zu speichern, muss ich manche Stellen nochmal schreiben. Was hab ich mir da angetan, denk ich mir manchmal und dann freue ich mich wieder darüber Ihnen berichten zu können über die Welt der Tee's.

Jetzt aber wieder gute Nacht Ihr Tee-Verrückter Werner Merten

 

Dienstag, 21.04.2015

Heute Abend fliegen wir schon wieder nach Kathmandu zurück, zumindest glauben wir es den ganzen Tag lang, wie so oft auf solchen Reisen passiert dann etwas was die Planung komplett umwirft. Aber dazu später, denn dieser Dienstag beginnt ja erst, natürlich wieder recht früh also läutet mein Handy-Wecker diesmal um 6 Uhr. Aufstehen, ins Bad, Koffer packen.... dass ist das einzig nervige, fast jeden Tag wo anders zu schlafen und jedesmal wieder den Koffer zu packen, umräumen dass er wieder zu geht. Aber ich hab auf den Trip zu den Plantagen nur eine kleine extra Tasche gepackt. Da ich ja vorher in Japan war, hatte ich doch etwas mehr Gepäck als bei dem kurzen Flug von Buddha Air erlaubt ist. Der Koffer ist in Kathmandu in unserem ersten Hotel untergebracht. Da hab ich also den Vorteil nicht viel einpacken zu müssen. Das Wetter schaut allerdings im Moment gar nicht so toll aus, es ist total dunstig. So einen schönen Sonnenaufgang wie gestern haben wir leider nicht.

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Wir Frühstücken noch auf Jun Ghiyabari und verabschieden uns von den Mitarbeitern. Doch wir fahren noch nicht weg, sondern gehen quasi über die Straße oder besser eine kleine Anhöhe hoch zur Straße. Auf der anderen Seite der Straße liegt nämlich der Teegarten Guranse. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, dass beide Teegärten direkte Nachbarn sind.

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Der kurze Fußmarsch führt und Wohnhäuser der Arbeiter am Hang vorbei und auf der Straße begegnet uns ein Mann ? Eine Frau ? Vor lauter Last sieht man die Person gar nicht mehr.

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Noch kurz die Straße überqueren und schon sehen wir die Teefabrik von Guranse

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Wir werden von dem Plantagen Manager Andrew Gardner (re.) schon erwartet.

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Und jetzt darf ich etwas ganz besonderes für mich machen, einen Teebusch pflanzen. Toll so steht ab jetzt ein Teebusch hier, der von mir eingepflanzt wurde....... schöööön.

Ok, Ok ich bin halt Teeverückt aber ich finde es eine tolle Willkommens-Geste.

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Anschließend bekommen wir wieder zur Begrüßung einen Schal umgelegt.

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Der Teegarten Guranse ist um einiges größer als Ghiyabari und ein paar Jahre älter.

Eigentümer des Teegarten ist die Familie von Andrew Gardner die auch PKW Handelt.

Er hat den Teegarten aufgebaut, 1995 die ersten Teebüsche eingepflanzt und 1998 wurde dann die Fabrik erstellt und im Jahre 1999 wurde Guranse dann Bio-Zertifiziert.

175ha beträgt die Gesamtfläche von der im Moment ca. 158ha mit Teebüschen angepflanzt sind. Rund 42.000 kg Tee werden pro Jahr produziert, ca. 50% davon Broken und Fannings Aussiebungen. Auf Guranse wurden ausschließlich Darjeeling Hybriden für die Anpflanzung verwendet.

Derzeit arbeiten 246 feste und 85 Saison Mitarbeiter auf der Plantage. Auch wird der gesetzliche Mindestlohn wie auf auf Jun Ghiyabari gezahlt.

Die Plantage ist in drei Divisionen (Teilbereiche) aufgeteilt. Die Teegärten Dharmasala liegen auf 1250m bis 1850m, Nigalay ist direkt neben der Teefabrik und hier sind die Teefelder 1750m bis 2000m hoch.

Guranse, der Name kommt von Rhododendron, ist mit oder sogar der Höchste Teegarten der Welt, die Teefelder reichen von 1900m bis auf 2400m hoch. Dort oben ist zwar der Ertrag durch die Witterungseinflüsse um einiges geringer, da auch die Teepflanzen auf dieser Höhe langsamer wachsen und im Frühjahr die letzten sind die geerntet werden können, aber die Qualität ist dafür höher.

Wie auch bei Jun Ghiyabari müssen LKWs den fertigen Tee auf einer langen Fahrt nach Kathmandu von ca. 2-3 Tagen transportieren. Während der Monsumzeit kann es auch durchaus viel länger dauern, denn hier in den Bergen sind dann mal Straßen für ein paar Tage nicht passierbar. Von Kathmandu aus geht es dann per Flugzeug in alle Welt.

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Natürlich geht es als erstes in die Teefabrik, die immer voller Stolz gezeigt wird.

Wie auch auf Jun Ghiyabari ist es hier auf Guranse sehr sauber in der Fabrik und auf Tafeln werden die Mitarbeiter auch angehalten dies weiterzuführen.

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Was natürlich auffällt, die Teefabrik ist um einiges größer als Jun Ghiyabari. Ansonsten ist aber eigentlich alles gleich, Maschinen, Ablauf der Produktion, man könnte meinen es ist eine größere Kopie von der anderen Teefabrik. Doch eines fällt mir gleich auf, die Teeblätter in den Welktrögen schauen anders aus, sind schon stärker getrocknet.

Dafür wird kürzer gerollt.

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Teeblätter im Welktrog auf Jun Chiyabari (oben)

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Teeblätter von Guranse (oben)

Auch der Raum wo die Handsortierung stattfindet sieht fast identisch aus.

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Aber gleich sind die Tees von den beiden Plantagen natürlich nicht. Das können wir in mehreren Probierrunden feststellen. So hat jeder Teegarten seine eigene Handschrift.

Was es natürlich für uns spannender macht gute Tees zu finden die nicht wie andere sind sondern einen Eigenständigen Charakter aufweisen und da haben wir natürlich auch hier wieder etwas gefunden. Die beiden Tees sind hangerollt und handsortiert.

Semi Yellow Tips, erinnert an einen gelben Tee mit leichter fermentation, nur 44 kg. Gibt es davon und White Curls second Flush von der besten Ernte, auch hier wurden nur ca. 44 kg produziert. Einen Teil davon hab ich uns schon gesichert. Wann der Tee eintrifft kann ich im Moment noch nicht sagen, aber in den nächsten Wochen. Wer bei unserem Newsletter angemeldet ist, bekommt dann automatisch die Info.

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Und diese Aussicht gehört wohl zu einem der schönsten Arbeitsplätze.

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Ein Highlight wartet jetzt noch auf uns, mit dem Auto fahren wir hinauf zu dem höchsten Teefeld von Guranse das wohl auch das heute der Welt ist.

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Auf 2400m ist es ein Mystischer Eindruck von den Feldern die immer wieder in Wolkenschwaden verschwinden. Von hier oben kommen nur die besten Tees der Plantage, die aber auch viel geringer in der Menge sind.

Selbst die Fahrt ist schon wieder ein Erlebnis.

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Das Farbenspiel und die Teefelder lassen mein Tee-Herz wieder schneller schlagen.

Sag ich doch, ich bin ein Tee-Junky.

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Hier oben wächst alles viel gemächlicher. Die Blätter sind um einiges kleiner was beim Ernten viel mehr Mühe macht eine Menge zu ernten.

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Das alte Haus gehört zum Teegarten Guranse und ist nicht nur Büro sondern auch Wohnhaus.

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Es geht zurück zur Teefabrik wo gleich in unmittelbarer Nähe der Manager Bungalow steht. Wir sind noch zum Mittagessen bei Andrew eingeladen. Bei so einem essen gibt es natürlich viel zu besprechen und zu erzählen und dann hören wir auch die verrückte Geschichte von Jun Ghiyabari und Guranse. Andrew hatte ja Guranse aufgebaut aber wie es immer so ist, will man manchmal etwas neues und vielleicht auch der Familie entfliehen, ich weiß es nicht aber er ist danach für 2 Jahre nach Thailand gegangen und dort in Teegärten gearbeitet. Die beiden Inhaber von Jun Ghiyabari „Bachan und Lochan Gyawali sind befreundet mit der Familie von Andrew und mit Mitgliedern der Familie sogar in die gleiche Schule gegangen, welche hab ich nicht so mitbekommen. Jedenfalls hatten sie Andrew beschäftigt um Jun Ghiyabari 2001 aufzubauen. So ist er der Gründer beider Teegärten. Der Manager von Guranse hatte dann aber aufgehört und so wurde Andrew von der Familie bedrängt wieder zurück zu kommen, da die Qualtität anschließend sehr nach unten ging. So kehrte er 2008 wieder zurück und übernahm von da an die Leitung von Guranse...... Interessant was man bei so Reisen immer alles so für Hintergründe erfährt.

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Doch jetzt ist es Zeit, wir müssen mit dem Auto ja noch ca. 4 Stunden zurück zum Flughafen Biratnagar wo unser Flug um 17:25 Uhr nach Kathmandu geht.
So führt uns unser Weg wieder über die Berge zurück über die Ebene nach Biratnagar.

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Wir stellen fest, wie schön und ruhig war es in den Bergen und welch ein Trubel ist unten in der Ebene.

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So ein einchecken in Nepal an so einem kleinen Flughafen hat auch bisschen was Abenteuerliches, besonders wenn man erst mal gar nicht weiß wo, wie und die Leute hier alle drängeln und man schauen muss nach vorne zu kommen. Ich denke im Stillen an Japan, wo alle immer in einer Reihe anstehen und hier wo der dreisteste am ehesten dran ist. Ein Erlebnis kann ich da nur sagen.

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Leider ziehen nach unserem Start dunkle auf, wir sehen von dem Gebirge gar nichts, es wird nur immer dunkler. Und dann kurz von Kathamdu die Durchsage, die wir natürlich nicht verstehen aber an der Reaktion im Flugzeug trotzdem mitbekommen, Kathmandu ist wegen Unwetter geschlossen wir fliegen zurück nach Biratnagar. Da es inzwischen schon dämmert und diese Flugzeuge denke ich mal nach Sicht fliegen, was mich darauf kommen lässt weil die Maschine keinen zweiten Versuch macht nach Kathmandu zu fliegen wenn es dunkel ist.

Also landen, aussteigen und vor dem Flugzeug stehen, da die Ankunftshalle, na ja also Ankauftsraum schon geschlossen ist. So stehen wir nun alle auf dem Vorfeld und keiner weiß wie es weitergeht. Auch die Koffer werden nicht ausgeladen, die Arbeiter stehen auch da und wissen anscheinend nicht was sie machen sollen.

Leider ist das Bild unscharf.

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Nach einiger Zeit werden wir dann alle von einem Wachmann in die Abflughalle geschickt und stehen dort rum. Die Menge schiebt sich dann nach einer Weile zurück in die Flughafenhalle wo wir jetzt vor dem Schalter von Buddha Air stehen und mitbekommen der Flug geht morgen früh um 6:30 Uhr nach Kathmandu. Super jetzt brauchen wir ein Hotel und schauen im Reiseführer was das beste hier in der Stadt ist. Denn an so einem Ort sollte man eher nach dem besten Hotel schauen. Ralf hat dann eine junge Frau angesprochen die feiner gekleidet war und den Eindruck machte auch Englisch zu verstehen. Das war auch unsere Glück denn sie Empfahl uns dann auch das gleiche Hotel wie im Reiseführer und half und dann auch ein Auto zu organisieren dass uns dort hinbringt, den Taxis stehen hier nicht herum, sondern nur Kleinbusse wo alle darauf stürmen. Also wieder Glück im Unglück gehabt und so managt sie alles und erklärt einem Fahrer wo wir hinwollen. Uns so sind wir dann in dieser Stadt, bei der im Reiseführer steht man solle sie schnell verlassen, doch noch in einem Hotel Xenial gelandet, the best Hotel in Town. Die Zimmer sind ordentlich und weites gehend sauber.

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Wie hab ich schon mal gesagt, wir sind das frühe Aufstehen schon gewohnt. Um 5 Uhr fährt uns ein Fahrer vom Hotel zurück zum Flughafen. Na dann eine gute kurze Nacht

Ihr Werner Merten

 

Gähn..... 4:30 Uhr aufgestanden, es hat alles gut geklappt, wir sind pünktlich zum Flughafen gekommen wo noch kein Mensch war und auch die Sicherheitsabfertigung unbesetzt war, die Türen weit offen ?? und die zwei Geräte vorne, gehen glaub ich schon lange nicht mehr und dienen nur noch als Attrappe.

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Unser Flug ist fast pünktlich nach Kathmandu gestartet.

Und wir wurden belohnt mit einer grandiosen Sicht auf das Himalaya Gebirge.

In der Früh sind die Berge meist frei und man hat zu dieser Jahreszeit die beste Sicht.

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Wir landen am Domestic Flughafen und hier ist die merkwürdigste Gepäckausgabe die gesehen hab, ein Unterstand im Freien wo die Koffer ausgegeben werden.

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Unser Guide von dem Reiseunternehmen der beiden Inhaber von Jun Ghiyabari erwartet uns schon und war ganz Fürsorglich um uns besorgt war, ob denn alles geklappt hat in Biratnagar, mit Hotel und so.....

Nachdem unsere Gastgeber die beiden Brüder Bachan und Lochan Gyawali von Jun Chiyabari, haben diese auch ein Kulturprogramm für uns vorbereitet um uns einen Einblick in das Land Nepal zu geben. Bachan sagte bei einem gemeinsamen essen mit uns “Wer das Land und die Kultur nicht kennt, kann auch den Tee nicht kennen und schätzen“.

Und so haben wir die letzten Tage in Nepal immer Vormittags Kulturprogramm und am Nachmittag haben wir Zeit unsere eigene Arbeit zu erledigen, wie bei mir mich hinsetzen und Blog schreiben. So sind wir in den nächsten Tagen zwar in Wundervollen Hotels oder Resorts untergebracht, aber viel Zeit zum genießen bleibt nicht, denn die Auswertung der Bilder, das erlebte Niederzuschreiben und auszuwerten und natürlich wenn möglich das nervige hochladen der Bilder ins Internet. Manchmal kann es bis zu 2 Stunden dauern bis ein Tagesbeitrag nur hochgeladen ist und im Reiseblog richtig plaziert ist. Tja das Internet ist oft sehr langsam aber ich bin froh wenn ich überhaupt wieder eine Möglichkeit habe.

Was also als fast schon Urlaub in den nächsten Tagen mit den Bildern wirkt, ist sicher eine Super Reise mit vielen Eindrücken, aber vergessen Sie nicht die Arbeit die dann anschließend dahintersteckt dies alles für Sie erlebbar zu machen.

Denn Sie sollen ja auch, wenn auch nur auf diesen Wege das Land die Kultur ein bisschen kennenlernen und vielleicht den einen oder anderen Tipp für Ihre eigene Reise mitbekommen.

Als erstes gleich nach unserer Ankunft, direkt gleich vom Flughafen ab, fahren wir mit dem Auto an den Stadtrand von Kathmandu wo Andreas auf uns wartet und ein besonderes Erlebnis für uns vorbereitet hat. Wir dürfen mit dem Mountainbike 2 Stunden mit Ihm durch die Vororte von Kathmandu fahren.... Es war auch gar nicht so einfach erfahren wir dies zu organisieren, da es für unsere Größe keine Fahrräder gab und die erst organisiert werden mussten. Die kurze Nacht war schnell vergessen, wenn man auf diesen Weg Orte erkunden kann.

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Schnauf..... am Ende nach 2 ½ Std. sind wir dann auf einmal in eine Hotelanlage mit den Fahrrädern eingebogen und da wartete schon unser Unser Guide Sam mit unseren Koffern. Ich kann nur sagen ein muss, ein so tolles Erlebnis sollten sie auch machen falls sie mal nach Kathmandu kommen. Fragen Sie bei uns nach, wir können sicher den Kontakt vermitteln.

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Das Hotel liegt auf einem Hügel mit einer grandiosen Aussicht. Dachte gar nicht das wir so weit und dann auch bis hier herauf geradelt sind.... Schulterklopf, sind ganz stolz auf uns.

So jetzt endlich zum Mittagessen, die Aussicht noch genießen und darf ich mich auf den Balkon setzen.... zumindest ein sehr schöner Arbeitsplatz und werden von 14 Uhr bis 19 Uhr wieder am Blog schreiben. Die Internetverbindung ist so na ja, weshalb es wieder wie eine Ewigkeit mir vorkommt bis alles Hochgeladen ist.

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So schnell ist dieser Tag vergangen und morgen werden wir schon wieder um 8 Uhr am Hotel abgeholt.... und wie üblich, fertig gepackt mit Koffer und gefrühstückt. Also 6 Uhr wieder aufstehen.... erwähnte ich schon dass wir bei dieser Reise immer sehr Früh aufstehen..... Ach ja, denke schon...

Also gute Nacht Ihr Werner Merten....

 

Donnerstag 23.04.2015

8 Uhr Abholung vorm Hotel und unser Guide Sam ist wieder so pünktlich aber wir auch.

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Wir fahren 2 Stunden nach Osten auf der Straße die eine der Hauptrouten nach Tibet sind und die Anfahrtsstraßen für die Bergsteiger auf die 8 tausender. Dementsprechend viele Land Rover und vollbepackte Autos sind hier unterwegs.

Manchmal gelingen auch ein paar Schnappschüsse aus dem Auto.

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Unsere Fahrt geht nach Osten vorbei an Bhaktapur, das wir morgen besuchen werden, weiter über Benepa und Dhulikhel wo wir rechts in die Berge hoch fahren. An der Busstation Kavre Bhanjyang steigen wir aus, denn wir wollen die 4,5 km zum Namo Buddha Resort zu Fuß gehen um diese einmalige Landschaft zu erleben. So wandern wir ca. 1,5 Stunden und bekommen grandiose Aussichten.

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Unser Weg führt uns vorbei an einfachen Häusern und kleinen Ansiedlungen.

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Von weitem hören wir schon Musik die sich für uns etwas exotisch und leicht schräg anhört. Unser Guide von der Namo Buddha Logge der uns führt, wollte uns das Fest kurz zeigen und so konnten wir ein paar Fotos machen von einem Fest das für eine Art Firmung von zwei jungen Männern stattfand.

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Unser Weg geht immer weiter hinauf und die Aussicht wird immer grandioser.

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Von einem kleinen Mädchen kauften wir gesammelte Beeren, die dann ganz Stolz war als sie das Geld in Händen hielt.

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Verschwitzt und etwas außer Atem (ca. 27°C) kommen wir oben an der Logge an.

Diese Logge gilt noch als Geheimtipp, also nicht jedem weitersagen.

Das Resort wurde von einem Deutschen gegründet der leider von ein paar Jahren verstorben ist, es wird heute von seiner Frau und seinem Bruder weitergeführt. Es ist eine Lokation die man nur empfehlen kann, wer in Kathmandu ist, sollte hier raus und eine Nacht hier verbringen. (aktuell um die 90 Euro ein Small House für 2 Personen inkl. Essen – z.B. bei Expedia – Namo Buddha Resort -). Das Essen ist super, wenn möglich ist alles aus eigenen Anbau oder von Kleinbauern aus der Region eingekauft. Der Blick von hier ist überwältigend.

Wir beziehen kurz unsere Zimmer und bekommen ein leckeres Mittagessen.

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Nach dem Essen geht’s in Kloster..... besser gesagt wir fahren zu dem Kloster Nama Buddha das nur 15 min entfernt ist(Auto), man kann auch zu Fuß gehen (ca.1 Stunden), aber leider müssen wir am Nachmittag noch Arbeiten also geht’s mit dem Auto hin.

Das Kloster hat eine solch einmalige Lage, dass sich ein Besuch wirklich lohnt. Man könnte hier auch übernachten, aber mein Tipp ist lieber im Resort zu übernachten.

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Daneben liegt eine der heiligsten Stätte des Buddhismus. Eine Geschichte besagt, dass ein Prinz sein leben gab für eine Tigerin und Ihre fünf Junge. Da die Tigerin erst gebar und nicht in der Lage war zu jagen, war sie von Hunger gequält und voller Mitleid gab ein Prinz seinen Körper der Tigerin um sie und Ihre Jungen zu retten. Der Prinz wurde dann wiedergeboren......... Die Geschichte kann man nachlesen unter: http: //namobuddha.org/namobuddha.html

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Zurück im Resort, können andere jetzt die Umgebung genießen aber ich muss, dafür aber an einem der schönsten Arbeitsplätze auf der Welt mit Blick auf den Himalaya an meinem Blog arbeiten. Es dauert auch wieder lange, da zwar eine Internetverbindung da ist, für meine Anforderungen aber leider langsam ist. Auch geht alles auf so einem kleinen Laptop alles etwas mühseliger als zu Hause auf dem PC. Aber nicht jammern, ist ja meine Entscheidung und ich fühle mich auch Ihnen verpflichtet dieses tolle Land näher zu bringen, damit sie den Tee von hier verstehen.... Augenzwinker …....

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Am Abend beim Sonnenuntergang sehen wir dann sogar den Mount Everest.... toll...

Leider verbringen wir wieder nur eine Nacht hier und morgen Früh um 8 Uhr fahren wir schon weiter.

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Gute Nacht Ihr Nepal-Begeisterter Tee-Freak Werner Merten

 

Freitag 24.04.2015

Unser letzter Tag in Nepal (Morgen früh fliegen wir zurück) beginnt bereits um 5 Uhr Früh denn wir wollen unbedingt den Sonnenaufgang sehen, der soll von hier etwas ganz besonderes sein und um diese Zeit sind die Berge frei. Also stehen wir um 5:30 Uhr da und erleben einen fantastischen Aufgang.

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Nach einem super Frühstück müssen wir leider schon weg von hier.

Wir fahren zurück Richtung Kathmandu denn wir wollen die Stadt Bhaktapur besichtigen. Bereits seit 1979 ist es Weltkulturerbe und ein Juwel an architektonischer Kunst. Vom 14. Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts war Bhaktapur Hauptstadt des Malla-Reiches. Die Gassen sind voller Wohnhäuser die mit alten Holzreliefs verziert sind.

Es heißt es ist die schönste Stadt aber auch die ärmste Stadt. Denn die Regierung hat sie leider vernachlässigt und so findet man hier auch die meisten Anhänger der kommunistischen Partei. An den Eingangstoren müssen Touristen 15 Euro Eintritt bezahlen, was ich völlig in Ordnung finde, denn so ein Kulturdenkmal muss erhalten bleiben. Es ist nicht wie oft andere Touristen Attraktionen die künstlich wirken, hier ist alles noch authentisch. Tauchen Sie mit mir ein in eine Stadt voller Tempel und Kulturschätze......

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Für uns geht es zurück nach Kathmandu wo wir am Nachmittag eintreffen.

Der letzte Blick von meinem Hotelzimmer auf Kathmandu.

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Für mich heißt es wieder an mein Laptop und 5 Std. arbeiten, bis wir am Abend von den beiden Brüdern Lochan und Bachan zum letzten Abendessen abgeholt werden. Wir haben viel zu besprechen, denn Bachan kommt im Herbst nach Europa und wird auch nach München kommen.

Am nächsten Morgen geht bereits um 7:45 Uhr unser Flugzeug, wenn es pünktlich ist, es heißt es hat meistens mehrere Stunden Verspätung.


Ich verabschiede mich von Ihnen bis zur nächsten Tee-Reise.

Ihr Werner Merten



NACHTRAG:

Als wir in Istanbul angekommen sind haben wir von dem schrecklichen Erdbeben erfahren, dass nur 3 Stunden nach unserem Abflug geschah. Ausgerechnet an diesem Tag ist das Flugzeug ausnahmsweise pünktlich gewesen. Wir hatten beim Hinflug ja 6 Std. Verspätung so dass damals die Maschine erst nach Mittag wieder zurückflog, wäre es diesmal aus so gewesen, wären wir genau zu dem Zeitpunkt im Flughafen gewesen.

Inzwischen wissen wir auch dass es unseren Geschäftspartner gut geht auch unserem Guide und dem Fahrer geht es gut. Ich kann an dieser Stelle nur mein Mitgefühl ausdrücken und hoffen dass es nicht noch schlimmer wird. Die Menschen dort sind so arm und dann auch noch das. Ich bin nur erschüttert aber trotzdem voller Hoffnung dass es gelingt dort wieder alles aufzubauen und das Land eine Zukunft hat. Meine Anstrengungen werde ich jetzt noch mehr in die Tees aus Nepal stecken, denn durch den Einkauf von Tee kann ich die Menschen dort unterstützen.

Ich kann auch nur an alle appellieren, fahren Sie sobald es wieder geht nach Nepal es ist ein so wundervolles Land und mit Ihrem Besuch unterstützen Sie die Menschen da dadurch Geld ins Land kommt und Arbeitsplätze schafft. Das schlimmste wäre jetzt wenn aus Angst die Touristen ausblieben und dadurch viele Ihre Arbeitsplätze verlieren würden. Leider ist das eine oder andere hier auf den Fotos zu sehende Gebäude vielleicht zerstört aber Nepal hat noch so viele Kulturdenkmäler mehr.

Wie sagt man so ähnlich in einem Sprichwort: 'Gib ihm nicht einen Fisch gegen den Hunger, gib ihn eine Angel und er wird auf Dauer zu essen haben'.


Ihr Werner Merten

 

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