Japan Teereise - Samstag/Sonntag 04/05.04.2015

Wir sind wieder unterwegs

Die Zeit seit der letzten Reise ist wieder so schnell vergangen, dass einem nur die Wochen
vor der Reise langsam scheinen zu vergehen. Es ist also wieder so weit wir sind in Japan.

Diesmal zu zweit, Frank Wiebach und ich (Werner Merten). Nachdem wir nach Japan getrennt weiter auf Teereise sind, Frank nach Taiwan und ich nach Nepal, mussten wir auch getrennt nach Japan fliegen, der Kosten wegen!
Also ist Frank von München über Dubai nach Osaka geflogen und ich von München über Istanbul.
Nadem wir nur 1 Std versetzt in Osaka landen, dachten wir ist es ja ganz einfach uns dann zu treffen.
Doch da hatten wir uns getäuscht, nachdem Frank 40 min vor mir gelandet ist aber auf einem anderem Gate (South),
ging bei ihm alles ganz schnell und bei der Immigration war er fast alleine. Mein Flieger ist bei Gate North angekommen
und mit uns sehr sehr sehr viele Chinesen und Taiwanesen, so dass in der Halle bei der Immigration hunderte Menschen
anstanden und dies schon vor zwei Jahren erlebt habe und wusste, oh je das wird dauern und es dauerte auch....
Volle 2 Stunden bin ich angestanden und konnte Frank keine Nachricht senden, da zu allem auch noch sein
Netzbetreiber letzte  Woche in Konkurs ging und er also keine Verbindung hatte.

Der arme hat also über 2 Stunden gewartet und wusste nicht was mit mir war, laut Anzeige bin ich ja schon längst gelandet. So dachte er, als ich nicht auftauchte, wir hätten uns verpasst. Zum Glück hat er aber doch lange genug gewartet und so stand er grad noch so (er wollte eigentlich grad los zum Hotel) da als ich durch den Ausgang ging. Also ist mal wieder alles gut gegangen.


Leider ist das Wetter nicht besonders, es regnet und so haben wir am Abend (21:00 Uhr) uns nicht weit vom
Hotel entfernt, hätte aber auch glaub ich so nichts genutzt weil in der Umgebung..... tote Hose war.
Es war aber das einzige Hotel wo ich zu diesem Datum noch ein Zimmer bekommen habe, ganz Osaka ist ausgebucht, es ist Kirschblüten Zeit.
Also haben wir jetzt jeder ein 12 qm. Zimmer (eigentlich ein DZ) für sage und schreibe 220 Euro die Nacht ohne Frühstück. Sonst zahl ich um die 50 Euro.
Ist aber nur für eine Nacht. So teuer hab ich in Osaka noch nicht genächtigt. Ist ja wie bei uns in München zum Oktoberfest.

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Also sind wir in einem Vorort von Osaka gelandet wo es eine kleine Einkaufs-Mall ist und sonst nichts.
Aber ein kleines nettes Lokal zum essen, wo wir wahnsinnig nett aufgenommen wurden, Touris aus dem Ausland kommen hier anscheinend nicht viele vorbei denn eine Karte gibt es nur auf Japanisch aber zum Glück mit Bildern so ist es dann auch nicht schwer zu bestellen. Trotzdem wissen wir nicht ob es Fisch oder Fleisch war ?
Geschmeckt hat es eigentlich nicht wie Fisch aber die Haut und das aussehen war eigentlich Fisch, zwar nicht auf dem Foto, da hat es wie Fleisch ausgesehen. Es hat aber gut geschmeckt.
Zum Abschluß haben wir dann eine Aufmerksamkeit geschenkt bekommen, etwas süßes mit dem Spruch - Bitte kommen Sie wieder - und zwei Herzen..... Toll.
Da weiß ich wieder warum ich so gerne nach Japan komme, diese Freundlichkeit ist einfach super.

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Um kurz vor Mitternacht sind wir dann ins Bett gefallen, wir sind auch ganz schnell eingeschlafen.... aber dann... Frank um 5 Uhr und ich um halb vier, sind wir aufgewacht und konnten nicht mehr richtig einschlafen.

Um 7:30 Uhr ging dann der Wecker... super jetzt hätt ich noch schlafen können.

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Aber wir können noch kurz Frühstücken und dann ab zum Bahnhof denn wir müssen um 10:59 Uhr den Shinkasen Sakura 533 in Shin-Osaka erreichen, dort treffen wir uns mit Frau Kuge und Herrn Diez die unter dem Namen -Kyoko unser Hauptlieferant für unsere Japantees, die uns freundlicherweise 3 Tage mitnehmen. So treffen wir uns schon am Bahnsteig in Shin-Osaka. Die beiden haben Reserviert nur wir haben gestern Abend keine Reservierung mehr bekommen weil alles besetzt ist. So können wir nur in die Wagen 1-3 einsteigen (nicht-reserviert) und hoffen einen Sitzplatz zu bekommen.
Und man glaubt es nicht, der Shinkansen hat das erste mal Verspätung..... sonst ist er immer pünktlich auf die Minute. Wegen eines Unfalls gibt aber diesmal 30 min Verspätung.
Einen Sitzplatz haben wir auch, war gar nicht so schlimm wie ich dachte. So sitzen wir also jetzt im Zug, der Himmel ist leider bewölkt und es sieht nach Regen aus.

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Wir fahren nach Kurume und über Hainozuka nach Hoshino, von wo wir inzwischen viele Tees haben, auch unser beliebtester Matcha Tee -Hoshino kommt von dort. Die Fahrt dauert aber ein paar Stunden, so dass heute nur ein Unterwegs-Tag ist und es erst Morgen auf die Plantage geht.
Ach ja.... Kirschblüte... auf unserer Fahrt sehen wir jede Menge Kirschbäume die voll in Blüte stehen, es sieht so aus als wenn der Baum überhaupt keine Blätter hat sondern nur aus Blüten besteht.
Aber wie es so ist auf geschäftlichen Reisen, erst kommt der Tee und dann vielleicht etwas anderes....lach

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Aber wie immer kommt natürlich alles ganz anders,

also werden wir vom Bahnhof abgeholt und fahren doch erst zu den Teefeldern.

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Yame ist die Provinz und Hoshino ein kleiner Teil was auch übersetzt
Sternenfeld bedeutet. Es heist hier ist die klahrste und reinste Luft Japans und deshalb steht hier auch oben auf einem Berg eine Sternenwarte.
Wir haben inszwischen viele Tees aus Hoshino, darauf wird aber Frank morgen weiter darauf eingehen.
Heute aber haben wir das Glück, die Sonne ist doch noch rausgekommen und so hab ich die Chance genutzt und ein paar Fotos von den Teefeldern hier oberhalb von Hoshino-Village zu machen.

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In unserem Hotel, dass ein Ryokan ist (Japanisches Landhotel mit Onsen-Bad (heisse Quellen)) haben wir auf unseren Zimmern gleich frischen Tee entdeckt und natürlich eine Probierrunde gestartet.
Dass ist es bereuen werde, merke ich erst in der Nacht...... stöhn.

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Am Abend wurden wir von Herrn Yasuyoshi Yamaguchi vorne links (Präsident der Hoshino Seichaen Co.,Ltd) zum Abendessen eingeladen, gleich in unserem Ryokan.
Mit dabei war sein Sohn Shinya Yamaguchi (Teateaster und Meister der höchsten Stufe 10 ist) 2ter von links und Herr Kenji Sakada (Ein Mann der sich um den Export kümmert) 4ter von links
Frau Kuge (einzige Frau in der Runde) vorne rechts Herr Diez und die einzigen in einem Yukata (Kimono) sind die beiden Touris aus Deutschland.... lach, aber wir sind anschließend noch in das Onsen
(heisse Quellen Bad) gegangen und eigentlich bewegt man sich im inneren eines Ryokan eben in diesem Yukata.... also wir waren korrekt angezogen.

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Bei diesem Abendessen ging es dann aber richtig los mit Tee-probieren. Die Herren hatten natürlich einiges an Tee dabei und was natürlich ganz neu ist, für die die es ganz einfach möchten,
eine Flasche mit Wasser in der der Matcha schon integriert ist und man nur oben drehen muss, dann fällt der Matcha in die Flasche, kräftig schütteln und fertig ist ein anregender und auch sehr gut
schmeckender Matcha fertig. Die Kappe wird natürlich zum Becher. Dieses Produkt verkauft sich hier inzwischen sehr gut, jedoch für Deutschland wird es wohl zu teuer sein. Aber Herr Diez hat
versprochen nach nachzufragen und auszuloten ob es möglich wär. Es wurden dann noch mehrere Tees probiert und so hab ich dann leider viel zu viel Grüntee bekommen und konnte die Nacht nicht
einschlafen, um 4 Uhr war ich immer noch wach...... Irgendwann so um 5 muss ich dann eingeschlafen sein und um 7 Uhr läutete der Wecker.
Guten Morgen

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Da es hier keine Internetverbindung gegeben hat, haben wir den Beitrag erst einen Tag später hochladen können.

 
Der Jetlag ist noch nicht überwunden ich bin schon seit 5 Uhr wach. Die Zeit bis zum Frühstück überbrücke ich mit einem morgendlichen Besuch im Onsen. In der frühen Stunde bin ich ganz allein und da sich jeden Tag der Bereich für Männer und Frauen abwechselt kann ich in den Bereich in dem man einen Blick über das Tal und die Teegärten hat.
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Um 8 Uhr treffen wir uns zum japanischen Frühstück, packen und um 9 Uhr werden wir abgeholt. Auf dem heutigem Programm steht ein Besuch bei der Hoshino Seicharen Co., Ltd. Das ist ein Produzent für Tee der sowohl eigene Felder besitzt als auch Aracha (Rohtee) einkauft.
Als erstes schauen wir uns die traditionelle Produktion des Gyokuro an und bekommen im Büro des Big Boss einen Crashkurs über den Anbau und die Ernte des Kaviars unter den Japantees. Anders als beim Sencha wird hier nur ein Mal im Jahr geerntet und danach hat die Pflanze wieder ein Jahr Zeit um zu wachsen. Während dieser Zeit wird die Pflanze nicht beschnitten und muss deswegen auch im nächsten Jahr von Hand geerntet werden.

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Jetzt können wir uns auf dem Feld die Pflanzen vom nahen anschauen. Der Tee von diesem Feld hat sich bei einem Wettbewerb gegen 256 Konkurenten durchgesetzt und den ersten Platz igewonnen. Vor der Ernte wird er 3 Wochen beschattet um die Catechine (Bitterstoffe) abzubauen, von Hand gepflückt und danach wie ein Sencha verarbeitet.
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Da wir jetzt schon bei den Feldern sind fahren wie gleich zu den Feldern die die Blätter für eine kleine Oolongproduktion liefern. Das Feld liegt auf 400m Höhe und es werden 3 Teesorten angebaut Benifuki, Izumi und Seishinoolong. Aus diesen Sorten entstehen ca. 30 Kg Oolong in einem Jahr.

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Die Verarbeitung findet in einer kleinen Halle von der Größe einer Doppelgarage statt. Es wird vormittags geerntet und wenn die Blätter in der Fabrik ankommen lässt man sie welken. Dazu werden sie auf Bambusböden gelegt und welcken ca. 3 Stunden in der Sonne und fermentieren dann noch mal 3 Stunden in der Halle.
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Danach durchlaufen sie diese beiden Maschinen für je 5 Minuten und werden in der silbernen Trommel auf 250 Grad erhitzt.
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Jetzt wird der Tee in dieser aus Taiwan importierten Maschine gerollt.
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Anschließend ruhen sie für 12 Stunden und werden dann weiter getrocknet. Die Zeit- und Temperaturangaben sind nur Richtwerte, da es letztendlich auf die Erfahrung und das Gespür des Teemeisters ankommt.
Die Hoshino Seicharen Co., Ltd hat 3 weitere Verarbeitungsstätten. Eine für Tencha-Aracha, eine für Tencha und eine für Sencha und Matcha mit angeschlossener Beutelabfüllung und Kühllager. Diese konnten wir nur im Schnelldurchlauf anschauen, weil die Zeit sehr knapp war. Die Anlagen waren durchweg sauber und mit neusten Maschinen ausgestattet. Die Arbeiter trugen Haarnetze durften die Anlage nicht mit Straßenschuhen betreten.
Nachfolgende Maschine ist der mehrere Meter lange Trockner für Tencha Tee (Vorstufe oder Rohtee für Matcha)

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Nachfolgend eine Lichtsortiermaschine, in der per Laserlicht nach Farbe die Teeblätter sortiert werden.

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In diesen Steinmühlen wird der Tencha zu Matcha gemahlen, pro Mühle in 1 Std. ca. 50g

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Mit knurrenden Magen und rauchenden Köpfen konnten wir jetzt endlich ein spätes Mittagessen zu uns nehmen. In der Nähe des Hauptsitzes gab es ein einfaches Restaurant das an einem See liegt und wir bekamen unser erstes Matchaeis des Jahres.

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Gestärkt fuhren wir noch ins hiesige Teemuseum und tranken einen Gyokuro, der nach der Shizuku- Methode aufgegossen war. Dem Tee wird nur so viel Wasser hinzugegeben, das man nur 2 Tropfen sehr intensiven Tee abgießen kann. Danach macht man noch 2 weitere Aufgüsse mit mehr Wasser. Anschließend kann man die Blätter mit Sojasauce essen.
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Danach mussten wir aufbrechen um es noch zum Abendbrot in unser Hotel in Ureshino zu schaffen wo morgen ein straffer Zeitplan auf uns wartet. Gute Nacht Ihr Frank Wiebach
 

Guten Morgen... Der Blick aus dem Zimmer ist zwar sehr schön aber die Sonne ist nicht da und in der Nacht hat es immer wieder geregnet.

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Leider hab ich wieder eine fast schlaflose Nacht hinter mir, das Hotel in dem wir in Ureshino sind (Hotel Hamilton) ist im alten Englischen Stil gemacht und alles wirkt sehr edel.

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Unsere Zimmer sind sehr groß und kosten trotzdem weniger als unsere Zimmer in der ersten Nacht in Osaka und ein fürstliches Abendessen mit mehreren Gängen und üppiges Frühstück
ist auch noch dabei. Tja wenn man nicht arbeiten müsste und nach dem Abendessen auf dem Zimmer unseren Reise-blog schreibt, hätten wir ins Onsen gehen können, Massagen buchen können....
Aber es ist ja keine Urlaubsreise was wir hier machen. Frank ist gestern bis halb 3 Uhr in der Früh am Schreiben und hochladen gewesen und ich war schon um 1 Uhr fertig. Wir werden uns abwechseln
in Japan, den einen Tag berichtet er und dann wieder ich.
Um eins war ich zwar fertig mit schreiben und hochladen von meinem Part aber ich konnte danach einfach wieder nicht einschlafen..... und der Wecker schmiss uns um 6 Uhr schon wieder aus
dem Bett, um 7 Uhr war Frühstücken und um 8 Uhr wurden wir abgeholt.

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Als erstes wollen wir uns heute anschauen wo unser Ureshino Cha Nr. J01 angebaut wird. Ureshino nach dem Fluß Ureshino benannt ist ein Waldreiches Hügelgebiet mit einer schönen Landschaft
und weiten Teefeldern. Der Badeort Ureshino-Onsen besitzt Thermalquellen, eine Anzahl guter Hotels und Ryokan und gehört zur Präfektur Saga. Das Gebiet ist für seine Tamaryokcha bekannt.
Hier werden 95 % Tamaryokcha und nur 5 % Sencha produziert und dieser wird dann auch nur verwendet um für Genmaicha eine Basis haben.
Die Teeblätter werden erst ca. 45 bis 60 Sec. gedämpft anschließend bei ca. 34 Grad mehrmals gerollt. Dieser Rollprozeß dauert hier länger als bei einem Sencha. Dafür ist aber der
Trocknungsprozeß kürzer und es entfällt das finale Formen (zu Nadeln geformt). Deshalb sind bei diesen Tees die Teeblätter mehr gekräuselt und nicht wie bei einem Sencha - Nadelförmig.

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Hier in dieser Fabrik können bis zu 400 kg Rohware (Blätter) am Tag verarbeitet werden was ca. 60 Kg fertigen Tee ergiebt. Der Teebauer hat eigene Teefelder und kauft aber auch noch hinzu.
Das letzte Trocknen findet in einem großen Etagentrockner statt bei dem die Teeblätter von oben nach unten über Etagen durchlaufen. Bei Temperaturen von oben 60 Grad
und unten dann bis zu 80 Grad werden die Teeblätter bis auf 7-8 % Restfeuchtigkeit getrocknet und das Endprodukt hier wird dann Aracha genannt, unsortierter Rohtee.

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Für besondere Tees, vor allem für Wettkampftees-Meisterschaftstees bei denen nur kleine Mengen produziert werden, hat man hier einen eigenen Schubladen-Trockner. Der Tee wird hier
bei 50 Grad getrocknet wobei die Schubladen mit dem Tee rotieren um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erreichen.

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Man sieht bei den Teebüschen des Teebauers zu denen er uns hoch in den Wald gefahren hat sofort, dass hier mit Traktor-Maschinen geerntet wird da die Büsche eine ganz kantige Form haben.
Diese Teebahnen haben aber auch wieder Ihre eigene Schönheit, die ich hoffe etwas mit diesen Bildern eingefangen zu haben.

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Man kennt mich ja inzwischen schon, dass ich immer am Fragestellen bin aber nur so kann ich meine Neugierde befriedigen.
Bei dieser Gelegenheit haben wir dann auch noch ein paar Japanische Begriffe gelernt.
Die schwarzen Netze zum Abdecken der Teebüsche werden - Kanrensha oder ballonscreen genannt.
Der Trockner heisst - Kanzoshi
Das mischen oder blenden der Tees wird als Gohgumi bezeichnet


Hier in Ureshino steht auch der älteste Teebaum von Ureshino der 1926 entdeckt wurde und 340 Jahre alt ist. Im Gegensatz zu den großen Bäumen in Yunnan, ist es hier eine
Tea-sinessis Art die kein Baum sondern eher ein Busch ist. Der Teebusch ist 4 m hoch und hat einen Umfang von 12 Metern. Der Ideale Platz um ein kleines Gruppenfoto zu machen

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Bei unserem nächsten Besuch treffen wir Herrn Kitano, der mit vollem Stolz seit 28 Jahren Bio-Anbau betreibt, doch dem nicht genug er produziert sogar seine Bio-Spritzmittel und
Bio-Dünger selbst und führt uns diese auch mit einer solchen Überzeugung vor das wir richtig beeindruckt sind.

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Seinen Dünger macht er aus Abfällen die bei der Reisproduktion entstehen und lässt diese unter einer Decke (Einfach und trotzdem effektiv) richtig gären um so alles aus diesem
Material rauszuholen.

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Und sein Bio-Dynamisches Spritzmittel gegen Schädlinge haben wir sogar gekostet. Es schmeckt wie ein Kräuterschnaps und wird aus vergorrenen Sojabohnen, Rohrzucker, Yomogi-Pflanzen und Enzymen hergestellt.
Dies fermentiert in großen Tonkrügen und wird dann über ein Tuch die Flüssigkeit rausgepresst und mehrfach verdünnt. Den übriggebliebenen Trester (trockene Reste) verwendet er dann
auch zum Düngen.
Bei diesem Teebauer ist soviel Leidenschaft und Überzeugung zu spüren, dass wir in den nächsten Wochen einen Tee von ihm mit ins Sortiment aufnehmen werden.

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Insgesammt 5 Hektar hat er zum Anbau von Tee zur Verfügung. Direkt neben dem Wohnhaus ist eine ganz kleines Feld dass aber schon im März abgeerntet wurde, da er es wie ein Gewächshaus überdacht
hat und durch die Wärme die Teepflanzen schneller gewachsen sind.

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Zu seinen anderen Teefelder sind wir dann mit dem Auto in die nahen Höhenzüge gefahren. Hier wird in ca 3 Wochen geerntet aber jetzt schon sieht man das leuchtende Grün der vielen
Teeknospen auf den Teebüschen die Umringt sind mit Wäldern. An so etwas kann ich mich immer gar nicht satt sehen. Jetzt hab ich schon so viele Teefelder gesehen aber immer wieder
bin ich begeistert und kann fotografieren und fotografieren.......Irgendwie will ich es immer einfangen die Stimmung die es in mir auslöst, Herrlich.....

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Erst mal sieht man gar nicht was dies für ein Eingang ist, wir würden sagen da hat jemand seinen Hauseingang schön bepflanzt. Aber weit gefehlt, es ist ein kleines Sushi Restaurant in das wir zum
Mittagessen gehen. Sushi ist ja eigentlich nichts für mich also bestell ich nur einen kleinen Kinderteller aber der war trotzdem ausreichend hatte aber weniger rohen Fisch darauf.

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Am Nachmittag haben wir noch einen Abstecher bei einem Geschirrgroßhändler gemacht.

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Danacha sind wir noch zu einer Teefirma bei der wir mal wieder etwas ganz neues entdecken konnten, Blacktea Sparkling.....
Ein schwarzer Tee gesüßt aber mit Kohlensäure versetzt und in kleinen Flaschen die an Sekt erinnern abgefüllt.
Kalt getrunken war das echt ein Genuß.... aber leider nicht für den Deutschen Markt rentabel, denn bis die Flaschen bei uns wären, würde das Produkt einfach zu teuer mit den ganzen
Zwischenkosten.... aber eine echte coole Idee.

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Mit dem Shinkansen ging es dann am frühen Abend von Kurume aus nach Kagoshima wo wir diese Nacht verbringen.
Noch Abendessen in einem Lokal im Bahnhof,

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Etwas zum trinken mitnehmen an einem der vielen Getränkeautomaten, die hier an jeder Ecke stehen und eine besondere praktische Einrichtung sind.

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Unsere Zimmer sind wieder um die 12 qm auch wieder ein APA Hotel aber diesmal kostet es wirklich nur einen Bruchteil von dem Zimmer in Osaka,
für beide Zimmer 1 Nacht ohne Frühstück zahlen wir ca. 75 Euro und es liegt auch noch direkt am Bahnhof.

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So und jetzt geh ich ins Bett..... Gute Nacht
Morgen schreibt dann wieder der Frank.

 

Heute treffen wir uns 12:40 Uhr mit den Marimos. Also haben wir den Vormittag frei. Da ich gestern keinen Blog geschrieben habe bin ich vor 12 ins Bett gekommen und gönnte mir 7 Stunden schlaf. Werner wollte nach seinen letzten zwei schlaflosen Nächten mal ausschlafen, also bin ich vormittags allein zum Terukuni jinja. Terukuni jinja ist ein Shintoschrein aus dem 18 Jahrhundert und somit älter als die Stadt Kagoshima. Die 20 Minuten Fußmarsch wurden nicht lang, da hinter jeder Ecke neue Eindrücke warteten.


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Zurück nahm ich die Straßenbahn. Das bezahlen ist einfach. Egal wo man zusteigt, beim Aussteigen zahlen Erwachsene 170 ¥ (1.30€). Das ist für Ortsfremde viel besser als in München, wo nicht einmal ich weiß wie viele Streifen ich stempeln muss um von A nach B zu kommen.


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11 Uhr hat Werner ausgeschlafen und wir gehen in den Bahnhof Kagoshima-chuo zum Frühstücken. Werner möchte ein süßes Frühstück also gehen wir ins Seattle's best coffee.


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Gestärkt geht es zum Bahnsteig. Zu unserem Treffpunkt, der Kagoshima Station, müssen wir mit der JR local line nur eine Station in Richtung Kokubu. Dort ankommen fragen wir uns nur wo wir hier gelandet sind. Es ist wirklich ein krasser Gegensatz zu den Prachtbauten rund um die Shinkansen-Routen und wir rätseln was wir hier sollen.


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Kurz darauf kommt Tobias Rösch von MARIMO in einem Taxi und zur Überraschung fragt er uns ob unsere Mägen seetauglich sind. Wir fahren zum Hafen von Kagoshima und besteigen ein Tragflächenboot das nach Yakushima fährt. Yakushima ist eine Insel die aus 32 erloschenen Vulkanen besteht und zum UNESCO- Weltkulturerbe zählt. Der höchste Gipfel ist der Miyanoura mit 1935m.



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Trotz der flotten 80 Km/h braucht die Fähre 2 Stunden und als ankommen haben wir die Subtropen verlassen und befinden uns in den Tropen. Vom Hafen sind es noch drei Stationen mit dem Bus bis wir am Hotel sind. An der Lobby erfahren wir, dass unsere günstigen Zimmer aufgewertet wurden, dass wir als Reisegruppe zusammen bleiben. Das Zimmer ist im japanischen Stiel. Am Eingang ist eine Stufe die man mit Straßenschuhen nicht überschreiten darf.


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Das Zimmer ist mit Tatami- Matten ausgelegt. Die Abmessungen japanischer Zimmer sind traditionell so gewählt, dass man Matten der Maße 91,4x182cm auslegen kann ohne eine Matte schneiden zu müssen.



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Nach einem kurzen Gang zum Supermarkt lernen wir bei einigen Tassen Tee die anderen Teereisenden kennen, die für ein paar Tage mit dabei sind. Teehändler aus Kiel mit Gefolge und eine Teehändlerin aus Dresden.



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Endlich erfahren wir auch warum wir uns auf einer Insel im Pazifik befinden. Der Teegarten Watanabe befindet sich auf Yakushima. Bis jetzt hatten die Marimos immer nur gesagt, er befindet sich auf Kyushu hat aber um den genauen Ort einen Hehl gemacht. Das hatte geschäftliche Gründe. Von diesem Teegarten haben wir den Watanabe Genmaicha (J48), den Asatsuyu Tokujou Kabusecha (J52) und den Watanabe Kukicha (j82). Als Neuheit stellen sie uns die den Watanabe Yakushima Kabuse Shincha vor. Einen Biotee den wir natürlich gleich vorbestellt haben. Durch die südliche Lage kann hier der Shincha gut 3 Wochen früher geerntet werden.



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Nachdem wir seid dem Frühstück nichts gegessen hatten ließen wir den Abend in einem Restaurant mit vorzüglicher Pasta und mittelmäßiger Pizza ausklingen.


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Gute Nacht Ihr Frank Wiebach

 

Es war hat aber ich habe auf dem Futton Bett gut geschlafen. Die ganze Nacht was der Regen zu hören und auch heute Früh sieht es mit dem Wetter nicht gut aus....
Regen, Regen, Regen.
Es war geplant heute zum Tee-Bauern Mankichi Watanabe zu fahren und bei der Tee-Ernte dabei zu sein. Doch bei diesem Wetter.

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Wir schnappen uns alle einen Regenschirm und haben alle eine Regenjacke an. Ein Sprichwort sagt hier, es regnet im Monat 34 Tage hier...... na super.... das sind ja aussichten.
Zum Teebauern geht es mit dem Bus in den Osten von Yakushima. Wir fahren ca. eine halbe Stunde mit dem Linienbus der hier aber nur ein paar mal am Tag fährt also muss man immer gut planen die hin und Rückfahrt.

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Die Familie Watanabe betreibt auch einen kleinen Hausladen, der direkt neben der Teefabrik ist. Der Empfang ist wie immer in Japan sehr, sehr herzlich.
Bei diesem Wetter wird es aber nichts mit der Ernte, evtl. morgen sieht aber von der Wettervorhersage nicht gut aus. Es regnet schon die ganzen letzten Tage hören wir.
Das bedeutet für den Teebauer wirklich nur immer kleine Zeitfenster um zu Ernten.

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Wir probieren einiges an Tee und bekommen auch von dem Sincha, der in den nächsten 2-3 Wochen bei uns in München eintreffen wird. Von dieser ersten Pflückung werden nur insgesamt
20-25kg nach Europa geschickt.... normalerweise hatte Herr Mankichi Watanabe hatte vorher noch nie Tee exportiert, erst seit letztem Jahr, als ihn die Marimo-Jungs entdeckt hatten und einen so guten Kontakt herstellen konnten vor  2 Jahren, dass wir letztes Jahr zum erstenmal von hier Tee bekommen konnten.

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Ganz spannend wurde es als wir einen Schwarztee probieren. Herr Mankichi Watanabe produziert ca. 500kg schwarzen Tee im Jahr 2,5 Tonnen fertigen grünen Sencha und 17 Tonnen grünen Aracha Tee für die Pulvertee-Herstellung.

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Für den schwarzen Tee verwendet er die Teepflanze "Kanaya Midori" die er ca. 2 Tage welken lässt, anschließend werden die Blätter 1 Std. gerollt und ca. 2 Std. fermentiert.
Herr Mankichi Watanabe lässt den schwarzen Tee dann in einer Kammer bei 7 Grad noch 1-2 Jahre reifen und verkauft ihn erst dann.

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Wir hatten 2 Japanische Schwarztees zur Auswahl, die wir auch verkostet haben. Einmal ein Schwarztee der aus der Benifuki Pflanze produziert wird und einen aus der Kanaya Midori Pflanze von Herrn Mankichi Watanabe hier aus Yakushima. Also ehrlich, der aus der Benifukipflanze ist bei uns total durchgefallen, war sehr bitter und der 2.te Aufguß war extrem bitter. Von der Kanaya Midori Pflanze der Schwarztee war richtig schön rund und hatte seinen ganz eigenen Charakter, erinnert an Chinesische Schwarztees und hat ein ausgeprägtes Aroma, es müssten sogar mindestentens 3  Aufgüße möglich sein. Zwar ist er etwas teurer als der von der Benifukipflanze, aber das ist es uns Wert, denn wir möchten Ihnen einen Top Tee anbieten können der samtig weich aber dennoch volles Aroma hat.

Wir wären ja nicht das TeaHouse München wenn wir so einen Tee nicht einkaufen würden. Der schwarze Tee kommt so ca. Ende Mai zu uns und wird um die 19,90 Euro /100g kosten.
Frank nimmt schon mal von Geruch etwas mit nach Hause, herrlich, diese Gerüche vergisst man nicht mehr...

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Daneben lagert der Grüntee im Kühlraum auch bei 7 Grad.

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Wir besichtigen natürlich auch noch die kleine Teefabrik wo uns Herr Mankichi Watanabe auch alles zeigt und unsere Fragen beantwortet.

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Ja was gibt es denn hier.....++++++++++++++++
Matcha Eis

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Ich liebe Matcha Eis, wer unseren Blog immer liest, brauch ich da nichts weiter zu schreiben......

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Doch jetzt zieht es uns hinaus auf die Teefelder, auch wenn es in Strömen regnet, da muß man durch....
nicht weit vom Haus entfernt mitten im Wald sind die Teefelder gelegen, so traumhaft schön die Umgebung, und eigentlich warten die Blätter ja schon auf die Ernte, aber so lange es regnet wird's nichts.
Die Büsche sind schon abgedeckt mit den Netzen und kleinen feinen Triebe schauen schon durch das Netz.
Da die Insel bereits im Tropischen Klima liegt, hat Herr Mankichi Watanabe auch schon die erste Ernte, unserem Sincha, bereits ernten können.

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Geerntet wird mit einer vollautomatischen Pflückmaschine die wie ein Traktor ist und ein Vermögen kostet. Wir kennen diese Erntemaschinen auch von anderen Teegärten.

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Selbst bei diesem Regen strahlen die Teefelder eine faszination auf uns aus. So märchenhaft im Wald gelegen, dass gibt es nicht oft zu sehen.
Keine Straße, kein Auto nur reine Natur drumherum, da ist BIO-Anbau ja schon ein muss. Herr Mankichi Watanabe betreibt seinen Teeanbau schon seit vielen Jahren nach streng biologischen Richtlinien.
Seine Tees sind auch für Europa Bio-Zertifiziert und können so mit dem BIO-Siegel verkauft werden. Auch unsere kleine Spinnen sind wieder in den Büschen, die sich bei nicht gespritzten Teebüschen wohlfühlen und als Insektenvernichter kostenlos mitarbeiten

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Möchten Sie wissen in welcher weiteren Umfeld diese Teebüsche wachsen dürfen.
Wir wollten es wissen und haben die Regenwälder angeschaut und sind auf eine so traumhafte und verzaubert wirkende Naturlandschaft getroffen, dass ich mit dem Fotografieren gar nicht mehr
fertig wurde. Ich möchte Ihnen diese Traumlandschaft hier in einer kleinen Bildergalerie näherbringen und freu mich schon wenn der Tee von hier bei uns eingetroffen ist und ich Ihnen den
neuen Tee von Herrn Mankichi Watanabe anbieten kann.

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Für mich ist jetzt das Bett in meinem Zimmer schon hergerichtet in das ich jetzt schlüpfen werde. Gute Nacht und ich hoffe morgen auf ein besseres Wetter, wir werden sehen.
Ihr Werner Merten

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Heute klingelt der Wecker um 8. Als erstes der Blick aus dem Fenster und hurra es regnet nicht. in Japan gibt es ein Sprichwort " Auf Yakuschima regnet es 34 Tage in Monat.". Zum Glück hat es sich nicht bewahrheitet. Herr Watanabe hat die Ernte des Asatsuyu wegen dem anhaltenden Regen immer wieder verschieben müssen. Doch heute kann er ernten. Der Watanabe Yakushima Kabuse Shincha ist ein Blend aus drei Strauchsorten Kuritawase, Sae Midori und Asatsuyu. Kuritawase und Sae Midori sind früher Erntereif und schon verarbeitet und jetzt kann endlich die letzte Komponente geerntet werden. 8:30 stehen wir erwartungsvoll an der Bushaltestelle.

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Als wir ankommen ist Bemerkenswert, dass Werner lieber auf das Matchaeis verzichtet und sofort auf die Felder möchte. Es ist wirklich sehr ungewöhnlich, dass er auf ein Matchaeis verzichtet. Als wir an der Feldern ankommen ist die Arbeit im vollen Gange. Die Pflanzen wurden zwei Wochen beschattet um die Bitterstoffe im Blatt zu reduzieren. Also müssen als erstes die Netze die auf den Pflanzen liegen abgenommen werden. Die Netze heißen Kanrensha. Meistens wird das mit Muskelkraft gemacht, aber hier gibt es eigens eine Maschine dafür. Das spart Zeit und somit Geld. Sie hat einen kleinen Zweitaktmotor der die Drehbewegung für das Aufrollen des Netzes erzeugt und die Maschine zieht sich dann am Netz nach vorn. Weiterhin bläst ein Mitarbeiter Insekten und Tau mit einem Laubgebläse von den Blättern.

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Danach fährt die Erntemaschine über die Reihen und schneidet die obersten 4 bis 6cm der Sträucher am. Durch ein Gebläse werden die Blätter in die weißen Säcke am Hecker der Maschine transportiert. Die Säcke rotieren, damit die gleichmäßig befüllt werden.

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Wenn die Säcke gefüllt sind werden sie mit einem kleinen Transporter in die Fabrik gebracht.
Der Weg dauert nur zwei Minuten.

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In der Fabrik angekommen werden sie in gekühlte Behälter geschüttet, während sie auf die Verarbeitung warten. Hier entfalten sie schon einen wahnsinnig tollen Geruch.

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Der erste Schritt ist der Dämpfen. Asamushi – bedeutet kurz bedampft, Chumushi – mittel bedampft und Fukamushi - tief oder lang bedampft. Die richtige Bedämpfungszeit ist nach Herrn Watanabes Meinung für den späteren Geschmack neben der Qualität der Blätter  ausschlaggebend. Aus diesem Grund hat er sich letztes Jahr eine neue Dämpfungsmaschine angeschafft. Dieser Tee ist zwischen Asamushi und Chumushi da er volle zwei Wochen beschattet ist.

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Die Fabrik ist so weit automatisiert, das Herr Watanabe den Prozess allein überwachen kann. Es ist sogar möglich die frisch gedämpften Blätter zu kosten.

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Nach dem Dämpfen kommt das Rollen, das Blatt wird und Trommeln gerollt und durch ständige Wärmezufuhr wird der Wassergehalt langsam verringert. Das dauert ca. 50 Minuten variiert aber je nach Wassergehalt der Blätter. Heute dauert es länger, da es bis gestern noch geregnet hat. Hier ist wieder Erfahrung und Fingerspitzengefühl gefragt.

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Danach kommt das Kneten. Die Zellwände der Blätter werden aufgebrochen, dass die Planzensäfte austreten können.

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Hier ist im Verbleich vor dem Kneten (links) und nach dem Kneten (rechts). Nach dem Kneten fühlen sich die Blätter deutlich feuchter an.

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Nach dem Kneten werden in der Senchamaschine die Nadeln geformt. Dabei wird immer Wärme zugeführt und die Feuchtigkeit weiter verringert. Das dauert um die 50 Minuten.

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Die Maschinen laufen und wir wollen nicht weiter im Weg stehen, also nehmen wir uns Zeit für eine Tasse Tee und endlich wieder ein Matchaeis.

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Da uns die Kieler heute verlassen gehen wir zum Abschied noch eine Kleinigkeit essen und zum Nachtisch gibt es kalten Matcha und Matchakuchen. Der Tee dafür stammt aus dem Garten Watanabe.

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Mit vielen neuen Eindrücken fahren wir zurück in unser Quartier.Wir sind froh, dass es doch noch mit der Ernte geklappt hat. Die Sonne ist schon lange untergegangen.

Gute Nacht ihr Frank Wiebach

 

Es ist richtig hell als ich heute morgen die Augen aufmachte, gut die Sonne hat nicht gescheint aber die Regenwolken sind nicht mehr da. Wolken gibt es hier durch die hohen Berge eigentlich immer, aber der blaue Himmel schaut durch.

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Heute ist ein Reisetag, wir fahren am Nachmittag mit dem Schiff nach Kaghoshima und dann weiter mit dem Zug nach Kokobu das die nächsten 3 Tage unser Ausgangspunkt ist.
Da wir bis zur Abfahrt aber noch Zeit haben, fahren wir den Bus hoch in die Berge und wandern noch ein bisschen durch diese fantastische Landschaft. wir begegnen immer wieder vereinzelt auch ausländischen Touristen, Europäer, Südamerikaner die diesen Geheimtipp entdeckt haben. Wer würde schon auf die Idee kommen nach Japan zu fliegen und dann auf eine Insel zum wandern zu fahren. Tipp: Kaufen Sie sich im Hotel oder Unterkunft eine Buskarte für 4 Tage, kostet 4000 Yen (30-35 Euro) damit kann man dann in alle Richtungen fahren, Einzelfahrten kosten gesammelt mehr.
Das System im Bus - Beim Einsteigen zieht man einen kleinen Schein mit einer Nr., vorne ist eine Tafel auf der man ablesen kann wieviel man beim Aussteigen bezahlen muss (Betrag bei der Nr. auf meinem Schein) und diesen muss man genau beim Busfahrer zahlen, es wird kein Wechselgeld rausgegeben. Deshalb immer genug Kleingeld sammeln.
Dieses System gilt in ganz Japan wie ich bisher feststellen konnte.

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Für alle die gerne Wandern ist Yakushima echt ein super Tipp. Man kann sogar mit einem kleinen Propeller Maschine von Kagoshima aus hierher fliegen. Ja es gibt sogar einen mini Flughafen.
Im Internet gibt es mehrere Übernachtungsmöglichkeiten zu buchen, einfach bis gehoben aber viele Menschen wird man trotzdem hier nicht antreffen, denn die Hotels und Unterkünfte sind nicht viel an der Zahl.Also haben wir uns aufgemacht noch ein bisschen von der Landschaft zu genießen und man hat uns als Tipp eine Route empfohlen bei der man zu einem tollen Aussichtsfelsen kommt.
Die nachfolgenden Bilder sollen Ihnen einen Eindruck geben von welch schöner Insellandschaft unsere neuen Tees stammen.

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Wir hatten sogar Glück und uns begegneten Rehe auf unserer Tour.

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Heute ist Samstag und nach der Ankunft im Hotel gehts noch zum essen, wir waren letztes Jahr schon hier und hatten in einem ganz kleinen Lokal ganz nette Menschen kennengelernt und
zusammen Musik gemacht, ja sogar zusammen gesungen. Den Bericht darüber finden Sie im Reisebericht vom letzten Jahr Japanreise Mai 2014.
Heute ist es schon spät und wir sind froh ins Bett zu kommen.

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Morgen gehts wieder zu Teebauern....freu...
Unser Hotel in Kokobu ist das Nextage, wer hierher kommt kann günstig in diesem Hotel wohnen. Die Zimmer sind modern und die Dusche ist toll. Nur Frühstücken sollte man nicht hier, denn es ist sehr japanisch und wer nicht gleich in der Früh, Reis, Fisch, Suppe mag, der holt sich lieber was im Supermarkt wie wir und ist dann auf dem Zimmer.
Preis pro Nacht und EZ ohne Frühstück ca. 50 Euro DZ ca. 80 Euro
Gute Nacht Ihr Werner Merten

 

Heute konnten wir ausschlafen. Der Himmel ist bedeckt und es stürmt. Nachdem es zum Frühstück die Wahl zwischen japanischem Frühstück oder italienischem Mittagsmenü gab haben wir uns entschlossen Lebensmittel im Supermarkt zu kaufen und auf dem Zimmern zu Frühstücken. Da niemand eine Kyusu dabei hat haben wir um endlich mal einen Tee zum Frühstück trinken zu können Teebeutel gekauft. Zu meiner Überraschung war es schwarzer Tee, trotz der grünen Verpackung.  Japan ist für Grüntee bekannt, aber es gibt doch auch Oolong und schwarzen Tee. 10:45 Uhr treffen wir uns in der Lobby. Heute haben wir einen Termin im Geschäft von Herrn Hayashi. Bis jetzt haben wir von diesem Teebauern nur den Kirishima Tennen Gyokuru der seid geraumer Zeit ausverkauft ist und wir auf die neue Ernte warten.


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Bis zum Geschäft sind es nur 5 Minuten Fußmarsch. Dort angekommen werden wir von Shutaro Hayashi empfangen. Er ist für die Produktion und den Verkauf ins Ausland zuständig. Wir erfahren das die Firma Kirishima Seicha in der 5. Generation Tee produziert und dem Vater und dem Onkel gehören. Er selbst ist 29 Jahre alt und hat Tee studiert. Die bewirtschafte Fläche beträgt 6,5ha. Teegärten haben oft das Problem, dass der Nachwuchs fehlt. Zum Glück ist das hier nicht der Fall.

 

Wir werden zu einer Teeverkostung eingeladen. Wir probieren Tees vom Teegarten Hayashi und befreundeter BIO- Bauern. Besonders gut hat uns die erste Ernte der Kanaya Midori gefallen. Sie ist unbeschattet und der Geschmack ist als milchig, cremig zu bezeichnen.

Die Blätter haben eine tolle Farbe die sich im Aufguss leider etwas verliert, aber sie ist ein Hochgenuss. Wir sind so begeistert dass wir uns entscheiden etwas von dem Tee einzukaufen. Er wird demnächst bei uns im Tea House für 22,90€ in einer 100g Packung zu finden sein.
Weiterhin sind wir noch auf einen Gyokuru von einem befreundeten Teebauern gestoßen. Es ist kein klassischer Anbau. Für den Tee wird die Sae Midori 20 Tage beschattet. Die Netze liegen nicht direkt auf den Pflanzen, dass diese in der Zeit noch wachsen können. Die Ernte findet später statt um größere Blätter zu haben. Bei der Zubereitung wurde ein gehäufter Teelöffel mit 20ml Wasser aufgegossen. Das Wasser hatte 50-60 Grad und die Ziehzeit lag bei 2 Minuten. Leider konnten wir nur 2 Kg von dem Tee ergattern.

Der Preis steht noch nicht ganz fest und wird  aber unter 40€ pro 50g liegen.


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Jetzt wollen wir uns den Teegarten Hayashi anschauen. Vorher gibt es noch in einem kleinen Restaurant eine Suppe zur Stärkung.


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Der Teegarten besteht zu 40% aus Zairai die bis zu 100 Jahre alt sind. Als Zairai bezeichnet man Pflanzen die Samengezogen sind. Diese Felder werden immer seltener, da Neuanpflanzungen heutzutage mit Stecklingen gemacht werden. Das Erbgut der einzelnen Pflanzen ist nicht identisch, so dass Farbe und Wuchs der einzelnen Pflanzen variieren. Zairaifelder sehen aus wie ein Flickenteppich aus verschiedenen Grüntönen.


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Hier ist übrigens die Unkrautbekämpfung. Die Ziege kann allerdings nur bei den großen Pflanzen eingesetzt werden, da sie dort nicht an die frischen Triebe herankommt.


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Bei der Verarbeitung gibt es hier eine Besonderheit. Durch die Nähe zum Sakurajima, ein Vulkan der aktiv ist und regelmäßig Asche spuckt werden hier die Blätter nach der Ernte gewaschen. So eine „Waschmaschine“ sehen wir zum ersten Mal. Nach der Waschmaschine wird der Tee in einer Schleuder getrocknet.


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Zurück im Geschäft probieren wir noch verschiedene Matchas im Vergleich.


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Abendessen gibt es in einem Restaurant, das nur regional einkauft und der Karte auf die Lieferanten verweist.


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Es ist jetzt schon wieder 2 Uhr in der Nacht. Gute Nacht ihr Frank Wiebach.

 

Als ich heute morgen aufwachte, sah das Wetter nicht so besonders aus. Der Sakurajima versteckte sich auch noch hinter den Wolken als ich aus meinem Fenster schaute.

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Unser Hotel Nextage ist gleich in der Nähe des Bahnhofs, deshalb haben wir es gewählt um einfach und schnell wohin zu kommen.

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Heute besuchen wir die Morimotos, eine ganz liebe Teebauern Familie bei der wir letztes Jahr ein paar Tage wohnen konnten.
Mit dem 787 Limited Express geht es ca. 2 std. nach Miyazaki.

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Ich finde es immer überraschend, wie man sich und wie auch ich mir früher Japan vorstellte, denn wenn man mit dem Zug aus den Städten, die ganz dicht besiedelt sind nach draußen fährt,
erlebt man ein so grünes Japan was einem immer niemand glaubt. Hier sind soviele Wälder und unbebaute Fläche. Nur in den Niederungen liegen die Städte, dafür sind die Hügel und Berge dichtbewaldet.
Auf so einer Zugfahrt hier unten in Kyushu von Kumamoto nach Miyazaki über Kirishima kann man es besonders gut erleben.

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Auf den kleinen Regionalbahnhöfen, gibt es meistens keine Rolltreppen oder Aufzüge, da ist es dann mit einem schweren Koffer immer besonders hart erst rauf und dann auf der anderen Seite wieder runter zu müssen.

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Die Morimotos haben uns vom Bahnhof abgeholt, es war eine große Freude dass wir uns wiedersehen und sind uns gleich in Arme gefallen.
Bevor wir auf die Teefelder fahren wollten Sie mit uns erst mal zum Mittagessen,  das war aber kein Mittagessen mehr. Sie meinten es besonders gut mit uns und bestellten und bestellten.
Nachdem ich auch Uberzeugung wenn ich wählen kann keinen Fisch bestellen würde, nicht weil er mit nicht schmeckt sondern wegen der Überfischung der Weltmeere, haben Sie für mich extra frittiertes Gemüse bestellt.
Es war sooooo lecker....

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Nach dem Essen ging es dann aber zu den Teefeldern, Herr Shigeru Morimoto wollte uns die neue Anpflanzung zeigen, denn um Ihren Tee immer weiter zu verbessern und zu verfeinern, werden Teepflanzen ausgetauscht
die dann bessere Eigenschaften mit sich bringen.
Bei diesem 0,7 ha Feld (7.000qm) wurden die alten Yabukita Büsche entfernt und neue Stecklinge der Sorte Minami Sayaka eingepflanzt. Diese Stecklinge haben die Morimotos selbst von Büschen aus Ihren eigenen Anpflanzungen genommen.
Sie brauchten für dieses Feld 18.000 Stecklinge..... das alles in Handarbeit... wahnsinn... was da für ein Aufwand drinsteckt. Die Stecklinge müssen erst mal vom Busch abgeschnitten
(ein kleiner Trieb) und dann in das Feld gesteckt werden. Nachdem das im Februar gemacht wurde, reicht es die Stecklinge einfach so in die Erde zu stecken und sie ziehen dann Wurzeln.
Vorher musste natürlich der Boden noch umgepflügt und von Steinen befreit werden.
Aber so reagieren sie für die Zukunft.
Die Minami Sayaka wurde 1994 als Teepflanze offiziell eingetragen und hat eine besondere Wiederstandskraft gegen Schädlinge und ist nicht so anfällig für Krankheiten. Natürlich ist sie auch geschmacklich anders als die Yabukita die vorher gepflanzt war.
Der Tee hat einen blumigen Duft und es sind weicher Blätter und auch die Herbe ist weniger, also hat mehr süße.
Es dauert jetzt 5-7 Jahre bis der erste Ertrag eingholt werden kann. Das bedeutet 0,7 ha von 8,5 ha bringen in den nächsten Jahren keine Einnahmen.
So stellt es natürlich eine nicht unerhebliche Investition dar.

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Gleich daneben sehen wir die Netze über 4 Buschreihen...... dass wird unser Shincha von den Morimotos..... Diese Jahr werden die Büsche 2 Wochen beschattet um noch weicher im Geschmack zu werden.
Nachdem hier die Vegetation noch nicht so weit ist, findet die Ernte so um den 23 April statt. Bis der Tee dann bei uns ist, wird es Anfang/Mitte Mai sein. Das beste ist natürlich dass sich der Preis nicht verändert hat, 50g Pck. 16,90 Euro
Es schon was besonderes hier zu stehen neben den Büschen, von denen in ein paar Wochen der Tee dann bei uns ist.

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Shigeru zeigt uns den Unterschied von der Blattfarbe von den links nicht beschatteten Teebüschen und den dunkleren rechten beschatteten Teebüschen.

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Anschließend geht es zum Fototermin an den Strand, Miyazaki liegt ja direkt am Pazifik und wenn man sich vorstellt da übers Meer kommt tausende Kilometer nichts als Wasser und irgendwann kommt Amerika.... tolles Gefühl.
Es ist ein Naturstrand und heute sind auch höhere Wellen.

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Ach ja Fototermin, die Marimos wollten für den Matcha Tee eine coole Kulisse und so sind hier ein paar witzige Fotos entstanden......

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Bei den Morimotos zuhause haben wir dann viel erzählt und natürlich Pläne gemacht.
Und was natürlich super, super, super ist, die Morimotos kommen im September nach Europa.
Sie haben die Ehre auf der Expo in Mailand dieses Jahr die Provinz Myazaki offiziell auf dem Stand von Japan zu repräsentieren.
Das beste für uns ist dabei...... ja..... die Spannung steigt.... Sie kommen wieder zu uns nach München und gießen Tee für SIE auf.

Der Termin steht auch schon fest.... am Samstag den 12. September 2015 ab 14:00 Uhr bei uns im Tea House haben Sie die Gelegenheit die Morimotos persönlich zu treffen und Sie dürfen fragen was Sie immer schon mal Wissen wollten und können die Tees von Ihnen probieren.
Also freuen Sie sich mit uns und machen sie gleich ein GROSSES KREUZ in Ihren Kalender, bei mir ist es schon drin.

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Leider müssen wir wieder zurück, nach einem herzlichen Abschied gehts erst mit einem kleinen Vorortszug nach Miyazaki und dann wieder mit dem Limited Express zurück nach Kokubu.

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Morgen verlassen wir Kyushu und es geht nach Nagoya.
Gute Nacht Ihr Werner Merten.... heute gab es kein Matchaeis..... schade....

 

Das ist ja mal wieder typisch, ich mach die Augen auf und es scheint die Sonne draußen und dass an dem Tag, an dem wir eine längere Strecke fahren müssen.
Aber so ist das ja meistens......
Heute ist wirklich ein reiner Fahrtag, denke wir legen heute so 1000 km zurück.
Gott sei Dank gibt es den Shinkansen, der in seiner 50 jährigen Geschichte durchschnittlich nur 6 -sek. zu spät in den Bahnhof kam.
Da sollte sich mal die deutsche Bahn ein Beispiel nehmen !!!!!!!!! Zusätzlich sind die Sitzplätze auch viel bequemer als in unseren ICE's.
Die Reise geht von hier Kokobu erstmal nach Kagoshima und dann nach Osaka und von dort nach Nagoya das ca. in der Mitte der Hauptinsel Honshu liegt.
Wenn Sie jetzt überlegen warum Ihnen Nagoya irgendwie bekannt vor kommt, einen Touristen verschlägt es nach Nagoya eher selten, dafür gibt es nichts großartiges zu sehen, aber
hier ist Toyota's großes Werk und auch die vom Fernsehen bekannten Kormoran-Fischer sind in der Nähe von Nagoya.

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Nachdem die Fahrt mehrere Stunden dauert, gibt es zum essen Bento-Box, eine super Einrichtung an den Bahnhöfen. Vollständiges Menü in einer Box die es in ganz unterschiedlichen Größen und
natürlich mit ganz unterschiedlichen Zutaten zu kaufen gibt, eine Empfehlung für alle Japan-Reisenden die eine längere Strecke mit dem Shinkansen zurücklegen. Frank hat sich für eine
Tempora Box entschieden, frittiertes Huhn mit Pommes, Reis, Salat und Kleinigkeiten. Sieht doch lecker aus.........

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Doch genug übers essen jetzt geht es wieder um Tee, besser worin man Matcha machen kann.

Trotz langer Zugreise, bei der eigentlich ja nichts passiert, kann ich Ihnen trotzdem etwas berichten und schreibe von einem besonderen Keramikmeister den wir auf dieser Reise besucht haben und uns empfohlen wurde. Warum besonders?
Meister Yamashita Masayuki (Nachname/Vorname) hat nicht einen üblichen Brennófen wie andere, er hat einen sogenannten Kanonenofen.
So einen Kanonenofen hatte ich bisher nur auf Taiwan einmal gesehen, da war aber eine art Museum drumherum.

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Der Ofen ist gamauert und 7m Meter lang und geht schräg nach oben wo der Kamin sitzt.

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Es entstehen bis zu 1300 Grad im Ofen und die Keramiken werden im Inneren nach einem vorher genau ausgetüftelten und aufgezeichneten Plan plaziert.

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Nicht nur unten wird befeuert, sondern auch auf einigen Stellen an der Seite entlang des Kamins. Durch seine Form (Kanonenrohr) entsteht ein richtiger Feuersturm.
Meister Yamashita hat uns Fotos gezeigt wo riesige Flammen aus dem Schornstein schießen.

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Wir können unser Glück auch fast nicht fassen, gestern erst hat er den Ofen wieder ausgeräumt und dadurch haben wir viele viele Keramiken vor uns stehen.

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Die, die uns den Tipp gegebenhaben, meinten bei Ihnen waren nur 6 Matchaschalen noch da und wir haben jetzt die große Auswahl.

Wie die Gastfreundschaft in Japan ist, bekommen wir auch gleich von der Frau des Meisters Matcha Tee angeboten.

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Es ist ein Riesenaufwand bis der Ofen betrieben werden kann und so wird er nur 4 x im Jahr in Betrieb genommen.
3 Tage lang muss der Ofen 24 Std. lang mit Holz versorgt werden und so wechseln sich Vater, Mutter und Sohn ab um die Hohe Themperatur über so einen langen Zeitpunkt aufrechterhalten zu
können. Meister Yamashita hat uns auch gezeigt wieviel Holz in dieser Zeit verbraucht wird..... Wahnsinn, ich wollte es ungefähr in Ster überschlagen aber es ist zu schwierig.
Die Holzreihe rechts auf dem Bild war die vordere Reihe bis nach hinten voll, und links die Holzwand (Foto nur 1/3 sichtbar) auch nochmal 2 x dazu.

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Wir waren so begeistert von den Matchaschalen, dass wir natürlich auch so eine Gelegenheit nicht auslassen können so besondere Unikate zu bekommen.
Fünf Matchaschalen haben wir ausgesucht und für Sie eingekauft, alles einmalige Stücke.

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Die dunklen Schalen sind ohne Glasur gemacht, die Oberfläche wird allein durch den Brennvorgang
glasig und glatt. Wir haben auch jede Schale mit dem Meister persönlich fotografiert, dieses Bild kommt auf eine Karte die jeder Machtaschale beiliegt und so eine persönliche Einzigartigkeit
wird.

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Natürlich ist so ein meisterliches Handwerk nicht billig zu kriegen und hat seinen besonderen Preis.
Der Wert einer Schale liegt zwischen 390,- und 450,- Euro.

Wir lassen die Schalen per Post schicken, dann müssen wir sie nicht mitschleppen und gefahr gehen dass sie beschädigt werden.
Nach dem Zoll uns so müssten die Schalen dann so Mitte Mai bei sein.

Morgen geht es nach Uji zu einem Teebauer der nur Matcha sowohl traditioneller Anbau mit Handpflückung und modern Style maschinell (viel günstiger).
Die Zeit vergeht so schnell, übermorgen verlasse ich schon Japan und fliege nach Nepal......  aber erst mal bis morgen..
Gute Nacht Ihr Werner Merten......
Warum krieg ich im Moment kein Matchaeis, schon wieder ein Tag ohne :-(

 

Heute wird unser letzter gemeinsamer Tag in Japan. Auf dem Programm steht ein Treffen mit Herrn Yoshinori Nakanishi. Bis jetzt haben wir von ihm den Matcha Takeno Joo. Von unserem Hotel müssen wir mit der U-Bahn eine Station bis zum Bahnhof, dann mit dem Shinkansen von Nagoya nach Kyoto und von Kyoto mit einer local line noch drei Stationen. Auffällig ist dass man in Japan öfters mal in einer Schlange steht.
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Herr Nakanishi holt uns am Bahnhof ab und wir fahren gleich zum ersten Feld. Es ist eins von 4 Feldern. Dieses hat 0,3ha. Insgesamt bewirtschaftet er 1,2ha. Das ist der kleinste Teegarten den wir bis jetzt gesehen haben und wegen der geringen Fläche hat er sich auf höchste Qualitäten incl. Handpflückung spezialisiert. Seine Felder sind komplett mit Netzen überdacht und er kennt keinen anderen BIO- Bauern der diese Art des Teeanbaus betreibt. Die Pflanzen werden nur ein Mal im Jahr geerntet und es werden nur die Triebe geerntet die in diesem Jahr nachgewachsen sind. Die Netze sind in zwei Lagen angeordnet. Die mit der obersten Lage beschattet er 35 Tage vor der Ernte und mit der untersten zusätzlich 14 tage vor der Ernte.
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Anschließend schauen wir uns die Verarbeitung an. Auf kleinstem Raum produziert er selbst 50Kg Matcha pro Jahr. Der Rest der Ernte wird als Aracha an Großhandler verkauft. Die Fabrik ist noch aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg. Er erläutert ausführlich das Verfahren.
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Für Wettbewerbsmatcha wird der Tencha von Hand mit Hilfe dieses Bambussiebs hergestellt. Den wird es in Zukunft in 2g- Packungen bei uns im Geschäft geben.
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Anschließend bittet er uns in sein Haus. Wir können verschiedene Qualitäten von Matcha vergleichen und probieren auch einen tollen Gyokuro der aus seinen Blättern gemacht wird. Eine kleine Menge können wir auch bestellen. Bemerkenswert ist, dass seine komplette Ernte schon vor Beginn der Ernte durch Vorbestellungen ausverkauft ist.
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Zum Abschluss des Tages schlendern wir noch durch den Bahnhof von Kyoto, essen eine Kleinigkeit und genießen die Architektur.
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Werner fliegt morgen nach Nepal, weiß aber noch nicht wie es vor Ort mit einer Internetverbindung für seinen Blog aussieht und ich fliege übermorgen nach Taiwan um mehr über den Oolong zu erfahren. Es ist jetzt schon wieder 2 Uhr. Ich wünsche eine gute Nacht.....Frank Wiebach

 

Heute ist mein letzter Tag in Japan. Ein straffes Programm liegt aber noch vor mir, denn mein Flieger geht erst am Abend um 22:30 Uhr.
Und was natürlich ganz toll ist, die Sonne scheint und das Wetter spielt mal richtig mit.
Leider kann ich von meinem Hotelzimmer Fenster aus kein Foto machen, denn da würde man nur eine Wand mit ein paar Fenstern sehen, ich schaue in einen Lichthof hinein, zwar ein Fenster aber
dann doch nur ein Pseudo-Fenster. Treffen ist heute schon um 7:30 Uhr in der Lobby, fertig ausgecheckt mit Koffer und ohne Frühstück, da ich auf das Frühstück in Japanischen Hotels lieber
verzichte ausser es würde ein westliches geben. Also geht es gleich los mit Koffer erst mal zur U-Bahn und dann eine Station zum Bahnhof von Nagoya. Gottseidank ist es nur eine Station,
denn die U-Bahnen zur Raschour sind immer so überfüllt dass es nicht angenehm ist in der Menge mit einem Koffer zu stehen und eigentlich immer im Weg zu sein. Also diesmal Glück gehabt.
Auf dem  Bahnhof gehts dann gleich zu den Schließfächern, denn unser Gepäck lassen wir hier um es am Spätnachmittag wieder abzuholen, denn wir wollen noch nach Mie fahren und unserer
Teebauern-Familie Hayashi. Wir haben einige Tees von dieser Familie, z.B. der Marimo Sencha und unser Kariganetee aus Mie. Wir haben gehört dass es große Pläne gegeben hat und sie eine neue
Produktionshalle aufgebaut haben. Das wollen wir uns natürlich ansehen.

Also geht es mit einem Limited Express Zug (ein Art Schnellzug) von Nagoya 1 1/2 Stunden bis nach Taki.

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Bahnhöfe in Japan schauen nur in den Zentren toll aus, hier auf dem Land wirkt es eher so als wenn da schon lange nichts mehr gefahren wäre.
Wir treffen auch Irena die ich inzwischen auch schon ein paar Jahre kenne. Sie ist zur Unterstützung beim Übersetzten dabei, denn die Hayashi's sprechen einen Dialekt der nicht so
einfach ist und damit es keine Probleme gibt, ist sie mitgefahren. Sie kennt auch die Familie schon lange.

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Hayashi Senior, er ist immerhin schon 78 Jahre alt, ist gekommen um uns abzuholen. Jetzt gehts noch mit dem Auto zu Ihnen Nachhause.

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Hier in Mie ist alles etwas anders, hier stehen die Wohnhäuser direkt mitten in den Teefeldern und so sieht auch die Umgebung ganz anders aus und hat einen ganz eigenen Charme.

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Wir haben diesmal leider nicht soviel zeit denn um 15:30 Uhr müssen wir wieder zurück um unseren Shinkansen in Nagoya zu bekommen, so verlieren wir keine Zeit und sehen schon von weiten die neue
Produktionshalle. Die Familie hat richtig expandiert und hat die Anbaufläche von 6 auf 8 ha erhöht. Die Maschinen wurden von der alten Halle in die Neue umgezogen und ein paar gebrauchte
Maschinen neu angeschaft um die Qualität noch weiter zu verbessern.

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Wir lernen auch einen neuen Mann kennen, Herrn Saiyuu Toba der seit zwei Jahre Mitteilhaber ist. In Japan sind es meist Aktiengesellschaften, wobei diese Gesellschaftsform nichts mit den
Aktiengesellschaften bei uns gemein haben. Hier gibt es keine Aktien zu handeln, man könnte es eher als eine Teilhaberschaft bezeichnen wobei die Teilhaber meistens die Familienmitglieder
sind, also keine Aussenstehenden. So verteilen sich die Anteile nur auf Familienmitglieder oder auf die Verwandschaft. In diesem Fall wissen wir nicht genau ob Herr Toba da dazugehört.
Der 3te. Mann im Hintergrund neben dem Vater und dem Sohn. Der Vater kümmert sich um die Felder, der Sohn um die Vermarktung und Herr Toba ist für die Verarbeitung verantwortlich und
wir konnten feststellen, dass im letzten Jahr die Qualität sich nochmal um einiges erhöht hat, wussten aber nicht so richtig woran es liegen könnte. Jetzt haben wir die Lösung.
Der Mann im Hintergrund.

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Eine neue Lichtsortiermaschine erhöht natürlich auch nochmal die Qualität, denn die Tees können damit noch efektiver Sortiert werden was sich natürlich in der Güte der Tees wiederfindet.

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Die Hayashis produzieren jetzt auch Matcha, oder wie hier heißt er eigentlich Funmatsucha, so nennt man Tee der nicht aus Tencha gemacht wird sondern ganz normale Teesorten werden zu Pulver verarbeitet.
Und jetzt ist es mal wieder so weit, wie auf jeder Tee-Reise lernen wir wieder etwas neues kennen. Das dieser Funmatsucha (Pulvertee oder auch einfacher Matcha) in Keramikmühlen gemahlen wird,
wissen wir ja schon, aber diesmal sehen wir eine ganz andere Art die Teeblätter zu vermahlen. Hier wird mit Luft wie in einer Turbine gearbeitet.
Die Teeblätter kommen in die Zentrifuge und ein extremer Luftwirbel unterstützt von den Turbinenartigen Mittelteil zerkleinern die Teile so stark, dass sie feine werden wie bei der Steinmühle
erklährt uns Herr Toba. Ein weiterer Vorteil der Maschine ist, dass die feinen Teile gleich nach oben abgesaugt werden, wobei die noch größeren wieder zurückgeschleudert werden.
So wird der Tee weniger Wärme ausgesetzt die beim Mahlen entsteht. Bei der Keramikmühle bleiben alle Teile so lange in der Trommel bis alles fein gemahlen ist. Bei diesem Verfahren bleiben die Teile nur so
lange in der Wärme bis sie fein sind. Dadurch wird die Farbe intensiver und die Inhaltsstoffe noch besser erhalten.

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Natürlich sind wir auch wieder viel am Probieren und  probieren verschiedene gemahlene Tees.
Aber wir wären ja nicht das TeaHouse wenn wir nicht wieder was neues entdeckt hätten, einen Houjicha aus den gröbsten Sortierten Kukis.... Dieser Tee hat uns total überzeugt
mit seinen sanften Röstaromen, seiner Süße und seiner absoluten Weichheit auf der Zunge..... Ok, bis der Tee zu uns nach München kommt dauert noch etwas aber ich habe für uns
schon ein paar Kilo eingekauft, denn auch hier gilt wieder: die Menge ist stark Limitiert.


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Dann heist es auch schon Abschied nehmen, zum Andenken noch ein Foto in den Teefeldern mit Herrn Hayashi Sen. und Junior und dem neuen Mann Herr Toba, der jetzt mit im Vordergrund steht.

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Mit dem Zug geht es zurück nach Nagoya, wir holen unsere Koffer aus den Schließfächern und schon sitzen wir im Shinkansen nach Shin Osaka, dort verabschiede ich mich von allen denn
für mich heist es jetzt ab zum Flughafen mit dem Haruka Express und um 22:30 Uhr geht mein Flug nach Istanbul, ca. 13 Std. dauert der Flug, dann komm ich um 5:30 in Istanbul an.
dort hab ich dann 15 Std. Aufenthalt, dachte ich zumindest doch es wird anders kommen. Jedenfalls verabschiede ich mich hier von der Japanreise und beginne mit dem Flug nach Istanbul
meine Nepal Reise die ich von Istanbul aus dann starte. Dort treffe ich noch meine lieben Freunde Ralf und Andreas von Pure Tea, mit denen ich jetzt schon so oft unterwegs war und hier
natürlich auch wieder meinen Dank dafür ausdrücke.
Gute Nacht Ihr Tee-Verückter Werner Merten der jetzt von der einen Kultur in eine ganz andere wechselt, von einem reichen Land in eines der ärmsten Länder der Welt.

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Für uns heisst es Abschied nehmen, es war zwar ein kurzer Besuch aber wir haben viel neues gesehen und wieder dazugelernt.

 

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