1937_0China Reise 02.Juni 2010

China Reise 02.Juni 2010
Morgens um 9:00 Uhr wurden wir wieder abgeholt, diesmal von Mitarbeitern der Tangli Farm.
Mit dem Auto ging es dann fast 2 Std. in das Hinterland, entlang an einem Fluß so richtig hinein in das alte China, hier wirkt alles noch sehr traditionell, auch sieht man auf der Straße noch Menschen mit dem bekannten Blaumann (Einheitskleidung unter Mao). Wir fahren an vielen Teefeldern vorbei und entdecken, dass dort viele großblättrige Pflanzen wuchern, am Straßenrand, mitten im Gemüsebette, ganze Felder davon sind bedeckt und auch zwischen den Teepflanzen sieht man teilweise nur noch diese großblättrigen Büsche.
Des Rätsels Lösung: Es sind Maulbeer-Pflanzen für die Zucht von Seidenraupen, die hier in diesem Gebiet zur Gewinnung  von Seide gezüchtet werden.
Wir haben sie dann auch entdeckt die Seidenraupen, in einem kleinen Haus waren tausende auf Bambustellern und diese werden dann mit den Maulbeerblättern gefüttert.

Die Fahrt führte uns nach "Xinanyuan" wo im Hinterland die Tangli Farm ihre Teefelder hat. Ca. 75.000 ha, davon im Moment ca. 1000 ha unter Bio Anbau.
Und die Teefelder für den Bio Anbau haben auf uns vorbildlich gewirkt. Hier wurden die Hänge in Terrassenform angelegt, dazwischen viele Bäume die vor Bodenerusion schützen und den Teebüschen Schatten spenden. Eigentlich ideal für den nachhaltigen Bio-Anbau. Die Farm ist aber noch nicht beim K & K Projekt dabei, da in der Fabrik die wir anschließend besichtigt haben, noch einiges zu ändern ist. Die Fabrik wirkte gegenüber den Teefeldern eher ungepflegt, da ist noch viel Arbeit von nöten um die Standards für K & K erfüllen zu können.
Die Teefarm produziert vor allem in großen Mengen Chun Mee und Gunpowder, weiter auch China Sencha für Aroma-Tees. hier wird auch deutlich, warum diese Tees erheblich billiger sind als andere Qualitätstees.  Für diese Tees werden nicht nur zwei Blätter und die Knospe gepflückt, sondern wie wir uns in der Fabrik überzeugen konnten, teilweise ganze Stränge mit 4,5,6, Blatt. Auch die Produktion dieser Tees ist bei weitem viel einfacher und schneller. Deshalb können sie auch so günstig auf dem Markt angeboten werden.

Am Abend hieß es dann Abschied nehmen unser Flug ging um 21:20 Uhr nach Beijing (Peking), wo wir nach 2 Std. Flugzeit dann auch erst gehen 1:00 im Hotel eintrafen.

 

Ihr Werner Merten
Tea House

 
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